Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

vier × fünf =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

UNKLE – The Road, Pt.1

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

UNKLE-Gravitationszentrum James Lavelle versteht die neue Platte als Schritt zurück zu den Anfängen dieses Projektes. Wenn es einer ist, dann ein kleiner. Mit den Wurzeln, die sich bei UNKLE größtenteils mit dem Album „Psyence Fiction“ definieren, weist „The Road, Pt. 1“ wenig signifikante Schnittmenge auf.

Der Trip-Hop Veteran erinnert dato wenig an das, was in den Neunzigern gemeinsam mit DJ Shadow entstand. Vordergründig knüpft er dort an, wo vor sieben Jahren „Where Did The Night Fall“ aufhörte, nämlich an das breitwandige Zusammenspiel epischer Streicher mit treibender Elektronik in Kontrast zu akustischen Gitarren und verhaltenen Pianoklängen (wenngleich letzteres diesmal einen größeren Anteil einberaumt bekommt).

Gleich den Vorgängern versammelt Lavelle eine ganze Armada illustrer Gäste um sich: u.a. Andrew Innes von Primal Scream, Elliott Power, ESKA, Thom Yorke und Wiederholungstäter Mark Lanegan geben sich auf dem Werk die Klinke in die Hand.

In der düster-gefärbten Aura der Vorabveröffentlichung „Looking For The Rain“, die mit ihren einlullenden Orgelloops nicht nur wegen des Albumtitels die ganze Angelegenheit in Verwandtschaft zum dystopischen Endzeitdrama „The Road“ von John Hillcoat rückt, gab Lanegan als international anerkannter Bote des Unheils die Grundausrichtung der Aufnahmen vor.

Das Album ist in vier Teile strukturiert, von der Selbstbetrachtung bis zum Auflösen in Zeit und Raum. Zwischen kontrollierter Raserei und dem Dahingleiten auf den Schwingen des Zeitlosen oszillieren die Stücke wie der Chor und die Vocals von „Cowboys Or Indians“, vermitteln aber selbst in den harmonischsten Passagen eine latent bedrückende Atmosphäre.

Das psychedelisch durchtränkte Titelstück prägt sich als Reprise der Vorgängerscheibe ein, die Beats von „No Where To Run/Bandits“ schleppen sich mühsam durch die Abwärtsspirale, „Sick Lullaby“ löst sich in tief meditativen Ambient-Klängen auf, das federleichte „Sunrise (Always Comes Around) sorgt für den Silberstreif am Horizont.

James Lavelle hat UNKLE weder neu erfunden noch eine Annäherung zum Debüt-Album arrangiert, mit „Arm`s Length“ oder „Stole Enough“ trotzdem die „Be There“/“Rabbit In Your Headlights“ Achse verlängert. Und er hat den UNKLE-Sound weiter perfektioniert. Allein deshalb ist „The Road, Pt.1“ wieder ein Album der Extraklasse geworden.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.