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Angus & Julia Stone – Snow

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Es geschwistert wieder im feinfühligen Folk. Das australische Bruder-Schwester-Duo Angus & Julia Stone meldet sich mit ihrem vierten Album „Snow“ zurück.

Dabei hatten beide schon vor ihrem großen Durchbruch eigentlich genug voneinander – musikalisch gesehen, versteht sich. Aber dann, nach zwei Alben in der Indie-Welt, kam Rick Rubin und das dritte selbstbetitelte Album.

Damit folgte der klassische Durchbruch: In acht Ländern chartete „Angus & Julia Stone“ vor drei Jahren in die Top Ten. Das nennt man breiten Erfolg. Die Pole Position in Australien, die mit dem zweiten Album „Down The Way“ erzielt wurde, konnte locker bestätigt werden. Für Australien ist nichts anderes bezüglich „Snow“ zu erwarten.

Rick Rubin, die Producer-Koryphäe, markiert die große Zäsur in der Musikerkarriere des Geschwisterpaars. Nicht allein der Erfolg kam mit dem zottelbärtigen Sound-Meister, auch die Professionalisierung. Seit dem letzten Album verfassen Angus & Julia Stone ihre Songs gemeinsam, was ihnen angesichts gemeinsamer stimmlicher Darbietung viel besser steht.

Auch auf „Snow“ schrieben beide zusammen an den Songs. Die letzten acht Wochen vor der Fertigstellung haben beide ganz allein im eigenen Heimstudio von Angus, weit weg von Sydney, verbracht. Kein einziger Tontechniker hatte am Ende seine Finger im Spiel.

Dass Angus & Julia Stone als Band größer geworden ist als beide je gemutmaßt hätten, lässt sie also immer wieder zusammenfinden. Obwohl nach dem zweiten Album beide auf Solopfaden wandelten. In diesem Sinne sind die ersten Worte des Albums programmatisch zu verstehen: „Here we are, running from the start again“, heißt es im Titeltrack und gleichzeitig der ersten Singleauskopplung.

Widerwillig zurück zum Bruder-Schwester-Folk – na, ganz so schlimm wird’s schon nicht sein für die beiden Stones. Eine gewisse Abgeklärtheit hört man „Snow“ allerdings durchaus an. Die Formel bleibt die gleiche, da ist der emotionale Einsatz entscheidend, um „Snow“ distinguieren zu können vom großen letzten Wurf.

Es gelingt und gelingt nicht. Ihr viertes Album ist schön, aber auch durchaus vorhersehbar. Es vereint ihre Stärken – zarte Folk-Instrumentierung mit berührendem feminin-maskulinen Wechselgesang – birgt aber auch Stellen des Das-kennen-wir-aber-jetzt-wirklich-schon.

So gleitet man, durchaus auch innerhalb einzelner Songs, von starken zu belanglosen Momenten auf dem vierten Angus-&-Julia-Stone-Album. Zarter Folk für die Auszeit. Bonuspunkte gibt es für die Herbstveröffentlichung.

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