Cristobal And The Sea – Exitoca – Ein Licht im Dunkeln

Der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union liegt wie ein dunkler Schatten über den Dächern von London, Manchester und Co. Der Großteil der Referendum-Gegner kann es immer noch nicht ganz fassen.

Auch die Damen und Herren von Cristobal And The Sea können der sich anbahnenden Abgrenzung nichts Positives abgewinnen. Und so versprühen die Band-Mitglieder, die aus Portugal, Spanien, Ägypten, Amerika und Frankreich stammen, auf ihrem zweiten Studioalbum “Exitoca” jede Menge Lasst-uns-dennoch-eine-gute-Zeit-haben-Sound-Tupfer, die jedem Brexit-Gegner ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Mit künstlerischen Grenzen können Cristobal And The Sea nichts anfangen. Wenn das von It-Reglerdreher Yehan Jehan produzierte Zweitwerk der Sound-Allrounder erstmal so richtig Fahrt aufnimmt, klatschen nicht nur Folk-Pop-Freunde begeistert in die Hände. Auch Anhänger von luftigen Bossa Nova-Vibes, geschmeidigem Easy Listening und groovendem Afro-Pop kommen hier voll auf ihre Kosten.

Zwar hinterlassen Cristobal And The Sea keine allzu großen Spuren, wenn es um herausstechende Einzeltracks geht. Aber das stört hier nur am Rande. Abseits gängiger Sound-Routen präsentiert die Band ein farbenfrohes und durchweg positiv gestimmtes Ganzes, das in Zeiten, in denen düstere Grautöne den Alltag begleiten, hoffnungsgebende Farb-Spritzer markiert.

Knappe vierzig Minuten lang ist alles im Lot. Aus dem Dunkel geht’s ins Licht. Wir sagen artig Dankeschön und ziehen bunte Tanzschuhe an. Das Leben kann so schön sein.

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