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Lorde – Live im Palladium, Köln

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Dafür, dass Lorde ihr zweites Album „Melodrama“ getauft hat, wirkt sie in Köln nicht eine Sekunde abgehoben. Dabei gehört die Neuseeländerin gerade zu den angesagtesten Popstars überhaupt. Mit gerade mal 21 Jahren kann Lorde schon auf zwei Grammy-Auszeichnungen, krasse Verkaufszahlen und Kollaborationen mit Disclosure und Son Lux zurückblicken.

Doch Lorde wirkt keineswegs unnahbar. Für das insgesamt eher junge Publikum wird der Start um 21:18 Uhr zwar zur kleinen Geduldsprobe, doch die Musikerin bedankt sich höflich und soll später noch fleißig die ersten Reihen abklatschen.

Los geht es in schwarzer Abendgarderobe mit „Homemade Dynamite“, nur wenig später hämmern dann die wuchtigen Hip-Hop-Bässe von „Tennis Court“ durch das ausverkaufte Palladium. „Pretty soon I´ll be the getting on my first plane, I´ll see the veins of my city like they do in space“, heißt es da.

Einen Privat-Jet dürfte sich Lorde mittlerweile leisten können. Doch sie weiß auch, wie es ist, am Boden zu sein. Auf ihrem aktuell erschienenen Album verarbeitet Lorde nämlich auch die Trennung von ihrem langjährigen Freund. Wenn man Songs autobiographisch deutet, dürfte vor allem „Hard Feelings/Loveless“ davon erzählen.

Als Lorde diesen fragilen wie mächtigen Popsong anstimmt, wird sie von einem Chor gebrochener Herzen begleitet. Nur kurze Zeit später gleiten dann aber fast technoide Beats durch die prall gefüllte Halle. Dazwischen gönnt sich Lorde erstmal einen Tee, kichert und verrät: Schmeckt „delicious“.

Vielleicht macht die ständig tanzende Lorde stimmlich ja deshalb so eine gute Figur. Vor allem in „A World Alone“, dem Finale von ihrem Debüt „Pure Heroine“. Wenn die Smartphones hier Feuerzeuge wären, Lorde könnte sie alle auspusten. Auch ihre Mini-Band und zwei Tänzerinnen machen einen guten Job.

Dafür kommt die Show ohne große dramaturgische Überraschungen aus: Ein Live-Feature mit dem Durchstarter Khalid, der im Vorprogramm Groove und Athletik im Jogginganzug beweist, bleibt etwa aus. Dafür traut sich Lorde, ihre Singles „Perfect Places“ und den Piano-Pop von „Green Light“ ganz ans Ende ihrer Setlist zu schreiben.

Zum Schluss ist alles in grünes Licht gehüllt. Plus Konfettiregen. Wirklich melodramatisch war aber nur, dass Lorde dreimal ihr Kleid wechselte. Aber Diva? Nee, dafür hat sie zu ausgiebig davon erzählt, warum sie ein Pflaster am Finger trägt und Duschen auf Tour nervig ist.

Das Schöne: Man nimmt ihr alles ab. Wenn jemand wie Lorde in dieser schnelllebigen Popwelt Konsens ist, dann kann noch nicht alles verloren sein.

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