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My Sad Captains – Sun Bridge – In anderen Sphären schweben

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Das Lichtspiel, das sich bietet, wenn die Sonne sich auf einem stillen Gewässer spiegelt und die Reflexion aussieht wie eine Brücke, die die Ufer miteinander verbindet, nennt man „Sun Bridge“. My Sad Captains liefern mit ihrem vierten Album den perfekten Soundtrack dazu.

Das Cover gibt einen guten Vorgeschmack auf das, was den Hörer erwartet. Pastellfarben, untergehende Sonne und vor dem Fenster die schier endlosen Weiten des offenen Meeres. Wenn man dann noch sieht, dass nur drei der zehn Songs die 4-Minuten-Marke unterschreiten, hat man eine ungefähre Vorstellung, wie viel Zeit das Quartett seinen Songs zur sphärischen Entfaltung einräumt.

Der Opener „Early Rivers“ verzichtet ganz auf den Gesang und hypnotisiert mit meditativen Synthie-Klängen und einem wellenartigen Riff, das wie ein Mantra drei Minuten nonstop wiederholt wird. Eine Strategie die wunderbar aufgeht, denn bereits das Intro zieht einen in den Bann des unaufgeregten Dream-Pops.

Was nicht bedeutet, dass es auf „Sun Bridge“ langweilig oder eintönig wird. „Everything At The End Of Everything“ schlägt im Krautrock-Puls und erinnert so am ehesten an den Vorgänger „Best Of Times“. Mit „Don’t Listen To Your Heart“ und „Curtain Calls“ stellen The Sad Captains einmal mehr ihr außergewöhnliches Händchen für wunderschöne Pop-Nummern unter Beweis, die zwar eingängig, aber niemals banal sind.

Das Herzstück der Platte ist das hymnische „Destination Memory“, bei dem nicht zu überhören ist, dass der ehemalige Produzent von The War On Drugs Jeff Zeigler hier mitgemischt hat. Organischer kann man einen Song kaum aufbauschen und beschleunigen.

Sowieso ist die Entfaltung die Spezialität von „Sun Bridge“. Songs wie „William Campbell“ beginnen klein und unscheinbar und entwickeln sich innerhalb weniger Minuten zu sphärischen Klangteppichen, die in andere Welten entführen.

Denn, wenn man lange genug auf das Cover starrt und seine restliche Aufmerksamkeit völlig der Musik von The Sad Captains widmet, dann kann man sich selbst mit einem kleinen Boot in Richtung Sonnenuntergang auf die unerforschten Weiten des Ozeans aufbrechen sehen.

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