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My Sad Captains – Best Of Times

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My Sad Captains sind Ed Wallis (Gesang, Gitarre), Nick Goss (Gitarre, Sonics), Jim Wallis (Drums, Keyboards, Gesang) und Bassist Dan Davis. Sie kommen ursprünglich aus London und formierten sich im Jahr 2004. 2007 debütierten sie mit einer 7“ Single und veröffentlichten 2009 ihr erstes Album “Here & Elsewhere”, dem 2011 „Fight Less, Win More“ nachfolgte. Den Bandnamen entlehnten sie einem Gedicht des anglo-amerikanischen Poeten Thom Gunn.

Nun also ihr drittes Album namens „Best Of Times“, das gleich zu Beginn „Goodbye“ sagt. Ein stimmungsvoller Einstieg mit der sanften Singstimme von Ed Wallis, schön nachhallenden Stromgitarren, sonnig-gelben Keyboardströmungen und federleichten Rhythmen. Dabei entsteht eine frühlingshafte, zart tänzelnde und einschmeichelnde Melodie. Mit melancholischen, beinahe an Erik Satie mahnenden Pianotakten startet „Wide Open“ und findet in der Folge schön rund laufende Gitarrenfiguren und eine geradezu liebliche Melodik.

Wiederholt schälen sich aus minimalen Takten jene weich gezeichneten Klangbilder, die sich wie von leichter Geisterhand in richtige Songs verwandeln. Eine ähnliche Vorgehensweise bevorzugen It Hugs Back und auch Grandaddy sind eine Referenz. In jenem relaxten Spannungsfeld bewegen sich My Sad Captains, die das Melancholische, das in die Ferne schweifen und den sanften Wellengang mit ihren Songs widerspiegeln, insofern trafen sie eine überaus geglückte Namenswahl. Da dürfen natürlich gemäßigte Krautrock-Elemente nicht fehlen, auf „All Times Into One“ dürfen wir an eine Kreuzung aus Michael Rother und Cluster denken, wobei allein die Singstimme den Vergleich relativiert.

Leicht schwingende Drones, glitzernde Soundscapes, Keyboard-Flächen, monoton bis weich hin und her baumelnde Rhythmen finden zum wiederholten Mal jene minimalen Song-Schönheiten, die den Reiz von „Best Of Times“ ausmachen. Zudem wird mit Details ausgeschmückt, die Bläser auf „Extra Curricular“ legen hiervon Zeugnis ab. Selbst die simpel gezupfte Folk-Gitarre wird im Rahmen von „All In Your Mind“ präsentiert. Dabei agiert das Quartett immer mit Gelassen- und einer Entspanntheit, die für Wohlgefühl und Laissez-Faire sorgt. In den besten Momenten erinnert „Best Of Times“ gar an das Meisterwerk „Fade“ (2013) von Yo La Tengo, „Hardly There“ ist hierfür das beste Beispiel.

Ob das nun als Indie- oder Folktronica bezeichnet wird, bleibt dem geneigten Zuhörer überlassen. Die traurigen Kapitäne betören mit Songs zum Ab- und Auftauchen, belassen ihre Titel in jenem luftigen Raum, der einen wie eine weiße Schäfchenwolke umhüllt. Dabei gelingt ihnen das Kunststück, das Kitschige oder allzu Gemütliche außen vor zu lassen. Chapeau!

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