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Null+Void (Credit Rainer Hosch)

Null+Void – Cryosleep

Keine Ahnung, wer Null+Void ist? Indirekt kennen wir Kurt Uenela, der sich dahinter verbirgt, schon länger. Der Produzent arbeitet mit den ganz großen wie Depeche Mode, The Kills oder auch Moby zusammen.

Jetzt hat der Wahl-New Yorker sein erstes Album veröffentlicht, in Deutschland beim Hamburger Label hfn Records , das u.a. Trentemøller unter Vertrag hat. „Cryosleep“ ist eine düstere Electro-Platte, die mit allerlei Extravaganz im Bereich der Soundfrickelei daher kommt.

„Ich gebe mein ganzes Geld  für Synthies aus“ sagte Kurt Uenala vor kurzem in einem Interview und ich glaube ihm jedes Wort. Nur, wer so ein passionierter Produzent ist, mit dem arbeiten Weltstars wie Depeche Mode sehr gern zusammen.

Seit „Playing The Angel“ unterstützt Uenala die Band, jetzt bedankt sich Dave Gahan in Form eines Features bei dem Sounddesigner. „Where I Wait“ handelt von großen Leidenschaften und großen Abhängigkeiten. Ob es um Liebe oder um Subtanzen geht, lies Null+Void in einem Interview offen. Gahan rundet den Song perfekt ab, er singt lüstern und leidend – genau für dieses Talent feiern ihn Menschen weltweit.

In dem Song „Hands Bound“, bei dem Shannon Funchess von Light Asylum singt und stöhnt, könnte es um Dominanz und Fesselspiele gehen. Bei der Midtempo-Nummer klingen manche Beats wie Peitschenschläge, als Kontrast dazu gibt es ein Glockenspiele.

„Cryosleep“ könnte in einer Kathedrale aufgenommen worden sein, sakrale Momente gibt es immer wieder. „Falling Down“ ist so ein Song, bei dem ein Gefühl von Höhe und Weite entsteht.

Geradezu aufpeitschend ist „Asphalt Kiss“, der Track hat einen enormen Spannungsbogen und wird zum Ende hin immer gehetzter. Schnell denkt man bei so einem Lied an die klaustrophobischen Machwerke von Aphex Twin.

Deutlich entspannter kommt die letzte Nummer „Lost And Blind“ daher. Das Instrumentalstück könnte auch als Titelmelodie für eine Sci-Fi-Mystery-Serie wie „Stranger Things“ eingesetzt werden.

„Cryosleep“ von Null+Void ist eine der großen Electro-Platten des Jahres, wie auch „Omnion“ von Hercules And Love Affair. Zu den „Cryosleep“-Tracks oder deren Remixen wird ganz sicher auf den Gothik- und EDM-Parties des Landes sowie in den Darkrooms und Clubs von Berlin über Brooklyn bis Bangkok gefeiert werden.

Tipp: Unbedingt das Album über Kopfhörer hören, damit man auch alle Soundebenen und -effekte mitbekommt.

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