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Hundreds – Live in der Elbphilharmonie, Hamburg

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Ein „Familienabend“ mit Joco und Hundreds. Elbphilharmonie, kleiner Saal. Klappstühle, jetzt echt? Ach nee, Stapelstühle. Einfacheres Ambiente als der große Saal, doch wertig. Die Akustik-Wände aus Holz erzeugen schon bei normaler Beleuchtung einen verschwimmenden Effekt.

Josepha und Cosima, gemeinsam auf der Bühne als Joco, eröffnen den Abend. Zwei sofort sympathische Schwestern aus Hamburg. Die Freude, in den heiligen Hallen zu spielen, merkt man ihnen an. Gesang gleichwertig aufgeteilt, dazu Keyboard und minimale Steh-Drums. Irgendwo zwischen Indie-Pop, Singer-Songwriter und A Capella.

Die beiden strahlen sich durch den Gig, erzählen gerne Geschichten. Hundreds sind ja auch Geschwister, also eine Tour der Familienabende. Der Applaus hält lange nach jedem Stück. Sound in der Tat anders als gewohnt. Drums sehr plastisch und dreidimensional, die Stimmen klar und über allem.

Standesgemäße Pause mit Prosecco, dann Hundreds. Ruhiger Einstieg mit „Brother“ und „Fighter“. Eva die meiste Zeit seitlich zum Publikum auf ihren Bruder fixiert. Primär Piano und Gesang. Sehr filigran in der Akustik, mit einer gesunden Portion Dramatik.

Zur „Elektro Akustik“ Tour haben sie Stücke „neu arrangiert“ und „in ein ruhiges Gewand gepackt“. Anfänglich fast zu ruhig. Das gibt sich, als die Elektronik und ein Gast am Keyboard einsteigt. „Happy Virus“ bringt den ersten Drive.

Ab jetzt ist das Schlagzeug dabei. Eva tanzt verklärt strahlend. Auf den ersten Blick ungelenk stelzig, auf den zweiten eins mit der Musik. Philipp meist mit dem Rücken zum Publikum, vertieft in die Erschaffung der Klangsphären.

Zu dritt schaffen sie eine Dichte, die der Raum akustisch sauber wieder auflöst. Man versteht jedes Wort, die Instrumente sind glasklar getrennt. Das Schlagzeug sehr organisch und echt. Das Klicken der Drumsticks zum Anzählen beherrscht den ganzen Saal. Lichtspiele von unten schaffen eine modern mystische Stimmung. Die Rückwand der Bühne wird Teil des Ganzen.

Es geht minimalistisch weiter. „Black Sea“ steigert sich von minimal zu treibend tanzbar, ein erstes Highlight. Pure Elektronik, die Bass-Drum das einzig Organische.

Kurze Unterbrechung, dann Eva alleine auf der Bühne, „Ten Headed Beast“. Die Dichte steigt langsam wieder. Mit viel Liebe zum Detail erschaffene Klänge. Instrumente sind relativ, eine Weinflasche wird Teil des Schlagzeugs. Federn werden zärtlich geschlagen. Ein Mikro direkt am Becken. Genau der Saal für filigrane Effekte.

„Wilderness“, Titeltrack der neuen Platte. Monoton tiefer Gesang zum Anfang, Höhepunkt der Intensität. Die Musik ist der Kosmos, weitere Unterhaltung gibt es nicht. Tanzbar und federleicht stampfig geht es zu Ende. Ein Bon Iver Cover als Zugabe, gemeinsam mit Josepha und Cosima am Mikro.

Schöne Musik in schöner Umgebung, passend zur „besinnlichen Jahreszeit“. Reduziert präsentiert in einer „Location, die dem feierlichen Anlass angemessen“ ist.

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