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Frank Carter And The Rattlesnakes – Modern Ruin

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Frank Carter ist alles andere als ein normaler Musiker. Der rothaarige, tätowierte Madman des britischen Rocks und ehemaliger Frontmann der Hardcore-Punk-Band Gallows lebt nach seinen eigenen beschaulichen Regeln:

  • sei ständig auf Tour, aber gönne dir ab und zu eine Pause
  • mach genau das, was keiner am wenigsten von dir erwarten würde

Man erinnere sich nur an der Ausstieg Carters bei den Gallows im Jahr 2011, die rockigere Phase mit Pure Love oder an die unerwartete Kehrtwende mit seiner neuen Band, den Rattlesnakes.

Mit letzterer gibt es nun ein neues Album namens “Modern Ruin”. Doch nur einem bleibt bei Frank Carter & The Rattlesnakes so richtig treu: der Unvorhersehbarkeit.

Allein der Opener “Bluebelle” klingt wie eine melodisch melancholische Ballade zu besten Arctic Monkeys-Zeiten. Das 60 Sekunden lange und in Hall gebettete Intro zeigt nur anfänglich die Richtung, in welche “Modern Ruin” gehen soll.

Weiter geht die Reise mit “Lullaby”. Mit treibenden Power-Akkorden und dem gleich pulsierenden Riffs klingt Frank Carter ein bisschen wieder wie sein altes Projekt Pure Love. Auch der Backing-Synthesizer und die Zweitstimmen in der Bridge unterstützen dieses Gefühl. So richtig kann man noch keine Parallelen zum Debütalbum “Blossom” ziehen.

Auch der dritte Song “Snake Eyes” beginnt fernab vom Hardcore-Punk a la “Beautiful Death” oder “I Hate You”. Noch klingt alles ziemlich rund und weich. Frank Carter schwingt ordentlich die Melancholie-Keule und “Snake Eyes” könnte sogar auf “American Idiot” von Green Day drauf sein.

Doch der Song entwickelt sich – langsam, aber stetig. Vertrackte Rhythmen zwischen Punk, Noise-Rock und Alternative pendelnden Distortion-Sounds erzeugen immer mehr den Eindruck, dass Frank Carter neue Stadion-Hymnen braucht. Zum Schluss wird es sogar noch ein bisschen wild, aber auch hier überrascht Carter mit Irrwitz und lässt die Akkorde des Songs rückwärts wiedergeben.

Weitere Lichtblicke folgen mit “Vampires”, “Acid Veins” und “Jackals”. Allesamt sind eine Mischung aus all den Phasen Frank Carters. Schnell, langsam, spannend, aber immer mit geballter Power. Phasenweise erinnern Frank Carter & The Rattlesnakes an die Stone Temple Pilots, als diese noch gut waren.

Die neuen Songs sind wütend und traurig, aber immer gespickt mit kratzigen Gitarren und der unverwechselbaren Stimme Carters, die alles mit einer lebenswichtigen Dringlichkeit durchdringen lässt. “Like I got a skeleton inside me / Made from knives and chains / I want to feel it”, singt zum Beispiel Frank Carter in “Acid Veins” und geht tiefer in seine eigene Psyche als auf jedem anderen Album zuvor.

Bei “Thunder” geht Carter sogar vom Persönlichen zum Politischen. “It all feels so senseless, scrambling like rats / In a pit with no exits where we are the cats / Murdered by the nameless / Killed in beds where they should be safest / They’re all mothers and fathers and children too”. Ein leidenschaftlicher Kommentar zur Flüchtlingskrise, der einige ernsthafte Bilder bedient, die von den beunruhigenden Schlagzeilen der letzten Zeit inspiriert sind.

So abwechslungsreich wie auf “Modern Ruin” hat noch keine Band des rothaarigen Tattoo-Fans geklungen. Frank Carter geht seinen eigenen Weg, ohne sich darum zu kümmern, was die Leute von seinen Richtungswechseln halten.

Mit den aktuellen Hymnen und dem grollenden „Blossom“-Fundament bringen Frank Carter & The Rattlesnakes alle Fans zusammen. Die harten, die zarten und all die, die noch nicht genau wissen, welche künstlerische Seite von Frank Carter ihnen die liebste ist.

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