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Lorde – Neue Reaktionen auf Konzertabsage

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Vor knapp einem halben Jahr veröffentlichte Lorde ihr zweites Studioalbum „Melodrama“. Die neuseeländische Sängerin begann bereits Ende 2013 mit den Arbeiten am „Pure Heroine“-Nachfolger. Als aber die Trennung von ihrem langjährigen Freund James Lowe folgte, verfiel Lorde in eine „fruchtlose und inaktive“ Zeit.

Vier Jahre später erschien nun im Juni das Zweitwerk, mit dem sie seit Ende September auf Welttournee ist. Auf Twitter freut sich die 21-jährige über Tour-Stationen wie Moskau, St. Petersburg und Tel Aviv.

Lorde erhielt daraufhin einen öffentlichen Brief von zwei BDS-Aktivistinnen, Nadia Abu-Shanab and Justine Sachs. Justine ist eine jüdische, freiberufliche Schriftstellerin, während Nadia palästinensischer Abstammung ist. In ihrem Brief fordern die beiden Frauen Lorde dazu auf, als Teil des „künstlerischen Boykotts gegen Israel“ ihren Auftritt in Tel Aviv im kommenden Juni abzusagen.

Ein Konzert in Israel sei demnach eine „falsche Botschaft“ und würde eine Unterstützung für die Politik der israelischen Regierung wiederspiegeln. Auch die besten Absichten und beste Musik könnte eine solche Folge dann nicht mehr rückgängig machen:

„Playing in Tel Aviv will be seen as giving support to the policies of the Israeli government […] Such an effect cannot be undone by even the best intention and the best music.“

Der Künstlerprotest wird von palästinensischen Aktivisten organisiert und von zahlreichen Künstlern wie Roger Waters oder Thurston Moore unterstützt. Im Gegensatz dazu entschieden sich Bands wie Radiohead oder Nick Cave & The Bad Seeds letztes Jahr trotz Kritik von seitens der BDS dagegen, ihre Auftritte in der israelischen Stadt abzusagen.

Lorde verkündete vor kurzem, dass sie kein Konzert in Israel spielen wird. Demnach wird die Sängerin am 5. Juni 2018 nicht im Covention Center in Tel Aviv zu sehen sein. Diese Entscheidung folgte auf zahlreiche Diskussionen unter Betracht aller Optionen.

In einem Statement gegenüber der israelischen Presse erklärte Lorde, dass sie stolz sei, eine aufgeklärte Bürgerin zu sein, aber weniger stolz darauf ist, die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Die „Green Light“-Sängerin schließt mit den Worten „I hope one day we can all dance“ ab.

Während Lorde auf der BDS-Website bereits als neue Galionsfigur der Bewegung gesehen wird, muss sich die Sängerin zugleich auch mit negativer Kritik auseinandersetzen. Die amerikanische US-Komikerin Roseanne Barr betitelte die 21-jährige sogar als „Fanatikerin“ (engl. „bigot“), nachdem sie erst kürzlich verkündete, „Trump-Wählerin“ zu sein und es jederzeit wieder tun würde. Auch die israelische Kulturministerin Miri Regev vertritt die Meinung, dass Lorde ihre Entscheidung überdenken sollte.

Jetzt kritisierte auch Rabbi Shmuley Boteach die Songwriterin in einer ganzseitigen Anzeige im Washington Post, worin er der 21-jährigen vorhält, an einem „globalen antisemitischen Boykott“ teilzunehmen. Der orthodoxe Rabbi, der regelmäßig auch Beiträge zu Breitbart-News schreibt, fügte noch hinzu, dass „Juden-Hass keinen Platz im 21. Jahrhundert hat“.

Zusätzlich dazu wirft die Anzeige Lorde und Neuseeland vor, Syrien zu ignorieren, die Israel angreifen und von Russland unterstützt werden – wo die Sängerin nach wie vor in Moskau auftreten wird.

Als Antwort darauf erhielt die neuseeländische Sängerin aber auch Unterstützung von Musikern wie Neil Finn. Der Crowded House-Sänger nahm zu der Anzeige auf Twitter Stellung und erklärte, dass weder Lorde noch Neuseeland „der Feind“ seien.

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