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Dita Von Teese (Credit Camille Vivier)

Dita von Teese – Dita von Teese

„There’s no business like show business“. Wer, wenn nicht Dita Von Teese gab diesem Slogan in den letzten Jahren ein Gesicht, meist noch mehr als das.

Stripperin, Model, Modeschöpferin – das von der Burlesque Queen abgedeckte Portfolio ist umfänglich. Ob in der Paarbindung mit Marilyn Manson, mit Gastbeiträgen beim britischen Duo Monarchy oder der südafrikanischen White-Thrash Hip-Hop Combo Die Antwoord, Musik ist darin seit längeren inkludiert und kanalisiert sich nun in ein eigenes Album.

Ihr auf den Leib geschrieben hat das Debüt der französische Elektro-Chansonier Sébastien Tellier. Seinen Inszenierungen hört man an, warum Air mit dem bärtigen Musiker auf Tour waren, komprimiert er doch die – nicht zuletzt von seinen französischen Kollegen geprägte – Melange aus schwebenden Ambient-Sound und sanfter Elektronika in ein Lounge-Format.

Keyboarder John Kirby und Schlagzeuger Daniel Stricker unterstützten das Erotik-Pop Projekt unter dem Pseudonym Mind Gamer.

Mind Gamer ist auch das Credo der Platte. „Fantasiefabrik“ nannte Tellier die Künstlerin und  Fantasie braucht es auch, um über die volle Album-Länge auf Linie zu bleiben, denn von dem im Vorfeld zugänglichen Track „Rendez-Vous“ unterscheidet sich der abgelieferte Rest unwesentlich.

Von Teese haucht und raunt mehr als dass sie singt, versucht sie letzteres, klingt dies bedingt erotisch. Was die Sinne beflügeln soll, wirkt über die zwölf Songs ermüdend.

Immerhin bewahrt der lichte Moment „Fevers And Candies“ mit seinem schmissigen E-Piano oder der flotte Pop von „The Lunar Dance“ – woran Giorgio Moroder seine Freude haben dürfte und der ein wenig an Kylie Minogues „Light Years“ erinnert – vorm Einduseln.

Nicht zu vergessen natürlich „Porcelaine“, das Duett der Protagonisten, angeboten in bester Serge Gainsbourgh Tradition.

Ein Album, geeignet als potentieller Soundtrack beim Bad im Champagner, allerdings ebenso einsetzbar als Hotel-Bar Beschallung. Was negativer klingt, als es tatsächlich ist, denn Telliers feinperlige Arrangements sind eine gelungene Projektionsfläche für Dita Von Teeses laszive Gehversuche am Mikrofon.

Hier ist etwas zusammen gewachsen, von dem man nicht vermutet hätte, dass es zusammen gehört.

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