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Grant-Lee Phillips (Credit Denise Siegel)

Grant-Lee Phillips – Widdershins – Hoffnung in Dur und Moll

Neid, Hass, Angst und fehlende Kommunikation: Die zunehmende Verkümmerung sozialer Werte schlägt dem ehemaligen Grant Lee Buffalo-Frontmann Grant-Lee Phillips ordentlich aufs Gemüt.

Auf seinem neunten Soloalbum „Widdershins“ bläst der kalifornische Sänger und Songwriter nun zum Gegenangriff. Statt die Hände vors Gesicht zu schlagen und sich im Keller zu verstecken, schnürt Grant-Lee Phillips ein musikalisches Stand-up!-Paket und rennt damit von Tür zu Tür.

In puncto Sound, Leidenschaft und Spielfreude auf den Spuren von Tom Petty („Walk In Circles“, „King Of Catastrophes“), Bruce Springsteen („The Wilderness“) und David Bowie („Liberation“) wandelnd, haucht Grant Lee der staubigen Americana-Branche neues Leben ein.

Hier ein bisschen Folk, da eine Prise Southern-Rock und zwischendurch immer mal wieder eine Schippe voll mit klassischem Singer/Songwriter-Liedgut: Die phillipsche Lasst-Hoffnung-aufkeimen-Rezeptur haben schon dutzende alte Männer vor ihm zur Hand genommen. Aber nur die Wenigsten hinterließen damit so große Spuren wie der mittlerweile in Nashville beheimatete Roots-Brother mit dem nasalen Timbre.

Die Welt ist noch nicht ganz kaputt. Grant-Lee Phillips ist überzeugt davon, dass man der sich stetig ausbreitenden Symbiose aus Frust und Ohnmacht mit provokativer Aufklärung die Stirn bieten kann.

„Widdershins“ stellt sich für den Kampf gegen das Böse und Träge schon mal als Soundtrack zur Verfügung. Na dann: Auf geht’s!

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