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Marlon Williams (Credit Steve Gullick)

Marlon Williams – Make Way For Love – Herzschmerz deluxe

Zum Zeitpunkt der Aufnahmen für sein zweites Studioalbum „Make Way For Love“ steht Marlon Williams vor einem emotionalen Abgrund. Vor ihm stapeln sich die Trümmer einer gescheiterten Beziehung. Aber Marlon weiß sich zu helfen. Der Neuseeländer packt seine Koffer, reist nach Kalifornien und schreibt dort ein knappes Dutzend neuer Songs – Songs, die das gebrochene Herz wieder flicken und neu schlagen lassen sollen.

Das Ergebnis dieser emotionalen Songwriting-Achterbahnfahrt liegt nun auch bei uns auf dem Tisch und erstrahlt in hellstem Glanz. Fernab von gängiger Herzschmerz-Kost bläst der Barde auf seinem zweiten Studioalbum mitsamt Backing-Band (The Yarra Benders) zur Alles-wird-gut-Gegenoffensive.

Man leidet und schluchzt förmlich mit, wenn Marlon im Vintage-Keller zu triefenden Klängen aus den Bereichen Soul, Country und Pop zum emotionalen Großreinemachen bittet.

Nahezu komplett kitschbefreit geht Marlon Williams auf imaginäre Zweisamkeitskonkurrenz los („Party Boy“). Eine knappe Viertelstunde später marschiert der Sänger auf wehmütigen Pfaden zur Tür hinaus – begleitet von schmollenden Klavierklängen („I Didn’t Make A Plan“).

Geht’s noch tiefer? Oh ja. Gemeinsam mit seiner Ex vertreibt Marlon Williams auch die letzten Dämonen („Nobody Gets What They Want Anymore“).

Während draußen das Vintage-Fähnchen mit lauen Böen kämpft, stehen die beiden Hauptprotagonisten des Werks Arm in Arm in der Gesangskabine. Geht da noch was? Keine Ahnung.

Ein euphorisches „We’re together again“ bleibt leider aus. Der Hörer bleibt im Dunkeln. Aber dort verweilt er gerne, umgarnt von betörender Musik.

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