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U.S. Girls – In A Poem Unlimited – Protest und Pop

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Wer der Meinung ist, Pop könne nicht politisch sein, kennt Meghan Remy noch nicht. Mit ihrem Soloprojekt U.S. Girls – ja, der Bandname ist verwirrend – beweist sie, dass man sich auch mit zuckersüßer Stimme in einer quietschigen Retro-Pop-Kulisse über politische Themen äußern kann.

Man höre sich dazu einfach mal den Track „Mad As Hell“ auf dem neuen Album „In A Poem Unlimited“ an: Dabei geht es um die Divergenz zwischen dem, was bestimmte Politiker*innen in den Medien sagen und wie sie sich darstellen, und dem, was sie davon tatsächlich in die Tat umsetzen.

Ausnahmsweise zielt dieser Seitenhieb nicht auf Donald Trump ab, sondern auf die achtjährige Amtszeit seines Vorgängers Barack Obama. Begleitet wird der musikalische Wutschrei von nostalgischen Disco-Beats, die einen ganz fabelhaften Kontrast zur inhaltlichen Schwere bilden.

Wie bereits das letzte Album der U.S. Girls „Half Free“ (2015) widmet sich auch die neue Platte „In A Poem Unlimited“ dem Thema ‚Frauen‘:

Es geht um Frauen, die sich gegen die falschen Versprechungen von Politiker*innen wehren (siehe oben), die nicht mehr religiösen Führer*innen hörig sein wollen, die sich nicht länger selbst belügen, die mit Macht zu kämpfen haben, die ihren Schmerz lindern. Kurz: Es geht um starke Frauen – wie eben auch Meghan Remy eine ist.

Obwohl wir in einer Zeit Leben, in der strukturelle Probleme wie fehlende Gleichberechtigung und ungleiche Machtverteilung zwischen den Geschlechtern zunehmend thematisiert wird, ist es nicht immer einfach, Widerstand zu leisten. So fragt Remy in dem avantgardistisch angehauchten Intermezzo: „Why Do I Lose My Voice When I Have Something To Say”?

Umgeben ist der Protest der U.S. Girls von einem glamourösen Hollywood-Sound aus Disco, Groove, Funk und jeder Menge Schwermütigkeit.

MeghanRemys Stimme erinnert dabei an Pop-Ikonen wie Kylie Minogue oder Madonna und ihre hauchende Intonation könnte von Lana del Rey stammen – sinnlich sehnend, aber keine Spur kitschig. Besonders schön lässt sich das bei dem Titel „Rage of Plastic“ heraushören.

Mit „In A Poem Unlimited” lösen U.S. Girls das Versprechen ein, das sie in ihrem letzten Album gegeben haben:

Der Protest wird erst aufhören, wenn sich die Verhältnisse grundlegend ändern. Und bis es soweit ist, macht Meghan Remy einfach mit ihrer starken Musik weiter.

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