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Baloji (Credit Kristin Lee Moolman)

Baloji – 137 Avenue Kaniama

Der belgisch-kongolesische Rapper Baloji Tshiani ist zurück. Baloji, das war vor vielen Jahren ein kleiner Shooting-Star in jenem mannigfaltigen Genre, welches mit World Music nur ungenügend umschrieben werden kann.

In der Demokratischen Republik Kongo geboren, entzweite ihn die Migration seines Vaters, der mit ihm nach Belgien ging, von Mutter und Heimat. Eine rührende Kontaktwiederaufnahme im erwachsenen Alter mündete vor zehn Jahren in der viele afrikanische Soundwelten atmenden frankophonen Rap-Musik des Debüts „Hotel Impala“.

2010 folgte dann das vielbeachtete, Rap und afrikanische Blues-Spielarten gekonnt vermengende, Nachfolgewerk „Kinshasa Succursale“. Seitdem machte Baloji so einiges, zum Beispiel ein bisschen Film, aber kein Soloalbum mehr, sieht man von der 2015er EP „64 Bits and Malachite“ ab.

Es hat sich einiges angesammelt, „137 Avenue Kaniama“ sprudelt vor musikalischen Ideen und überdreht beinahe den Spannungsbogen mit stolzen 80 Minuten Länge. Leider führt dies, im Vergleich zum „Kinshasa Succursale“, zu einem durchwachsenes Gesamturteil.

Baloji rappt sich fleißig die Seele aus dem Leib, während gefühlte zwanzig afrikanisch interpretierte Musik-Genres durch das Album gejagt werden. Dabei legt „137 Avenue Kaniama“ lange einen Schwerpunkt auf tanzbare Clubtauglichkeit und findet später noch gefühlvolle Balladen, schwankt dabei aber stets stark in den Tempi.

Balojis Rückkehr auf die Bühne der frankophonen Musikwelt ist nach der langen Wartezeit erfreulich, das Album selbst indes könnte ausgegorener gestaltet sein.

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