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Für mich ist Musik grenzenlos – IAMJJ im Interview

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Spätestens seit seinem fulminanten Reeperbahn-Festival-Auftritt im Jahr 2016 und den ein Jahr später folgenden Support-Shows für Kaleo ist IAMJJ auch hierzulande Freunden von tiefgehendem Singer/Songwriter-Liedgut ein Begriff. Nun bringt das dänische Multitalent endlich sein heißersehntes Debütalbum „Bloody Future“ an den Start. Kurz vor der Veröffentlichung seines ersten Longplayers trafen wir das charismatische Nordlicht in Berlin zum Interview und sprachen über die Verbindung zwischen Hell und Dunkel, ausdrucksstarke Kunstformen und das Finden der richtigen Balance.

MusikBlog: IAMJJ, auf deinem Debütalbum zeichnest du das Bild einer ziemlich düsteren Zukunft. Warum?

IAMJJ: Das Düstere auf dem Album ist nur eine Seite. Das Leben im Hier und Jetzt entscheidet über die Zukunft. Und wenn man sich verstellt, sich verkriecht und falsche Entscheidungen trifft, dann kommt eben genau das am Ende dabei raus: eine dunkle Zukunft. Man kann das Leben aber auch hell und freundlich gestalten. Das liegt einzig und allein an den Entscheidungen, die man trifft. Auf „Bloody Future“ thematisiere ich beide Seiten.

MusikBlog: Welcher Seite stehst du näher?

IAMJJ: Das kommt immer ganz drauf an. Ich versuche natürlich immer positiv durchs Leben zu gehen. Aber das klappt nicht immer.

MusikBlog: Inwieweit nimmt die Musik Einfluss auf deine ganz persönliche „Seitenwahl“?

IAMJJ: Die Musik hilft mir dabei, eine Balance im Leben zu finden. Und dieses Gefühl möchte ich mit anderen Menschen teilen. Ich möchte, dass mir die Leute ganz bewusst und nicht nur nebenbei zuhören.

MusikBlog: Will das nicht jeder Musiker?

IAMJJ: Gute Frage. (lacht) Für mich ist Musik eine unglaublich starke Ausdrucksform. Wenn ich Dinge in meinem Leben hinterfrage und nicht gleich eine Antwort parat habe, dann weist mir die Kunst im Allgemeinen oftmals den Weg. Ich sehe die Dinge dann klarer und komme dem Ziel näher, mit mir und meinem Umfeld wieder ins Reine zu kommen.

MusikBlog: Du hast gerade schon die Kunst im Allgemeinen angesprochen. Neben der Musik malst du auch. Was ist dir wichtiger?

IAMJJ: Momentan steht natürlich die Musik im Vordergrund. Aber es gibt auch Momente in meinem Leben, in denen das Malen an erster Stelle steht. Für mich sind das Musikmachen und das Malen auch nicht vergleichbar mit anderen Dingen, die man zeitlich planen kann. Wenn ich Musik mache, dann hat das für mich nichts mit der Arbeit zu tun, die ein herkömmlicher Job mit sich bringt. Beim Malen ist das genauso. Ich erlebe und erschaffe Kunst auf einer ganz anderen Ebene.

MusikBlog: Musikalisch sprechen wir im Fall von „Bloody Future“ von einer Ebene, die an das Schaffen der Herren Tom Waits, Leonard Cohen und Rag’n’Bone Man erinnert. Fühlst du dich vergleichstechnisch wohl in diesem Umfeld?

IAMJJ: Mich ehren die Vergleiche natürlich, auch wenn ich zugeben muss, dass ich von Rag’n’Bone Man noch nicht viel gehört habe. Grundsätzlich ist es aber so, dass es mir egal ist, mit wem die Leute mich in Verbindung bringen. Ich mache einfach mein Ding. Sicher, ich lasse mich auch inspirieren. Aber am Ende des Tages, klingt Tom Waits in meinen Ohren wie Tom Waits, und ich klinge wie ich – auch wenn es stimmlich sicherlich nicht zu leugnende Parallelen gibt.

MusikBlog: Du hast im Alter von 13 Jahren mit dem Musikmachen angefangen. Hattest du damals schon eine Vision von deiner musikalischen Zukunft vor Augen?

IAMJJ: Nein, ich glaube nicht. Als ich mit dem Gitarrespielen angefangen habe, stand der Spaß im Vordergrund. Damals habe ich AC/DC gehört. Später kamen Dr. Dre und Eminem dazu. Und irgendwann ging das, was ich musikalisch aufgesaugt habe und das, was aus mir heraus kam in die Richtung, die heute auf meinem Album zu hören ist.

Man entwickelt sich ja immer weiter. Ich entwickele mich weiter. Ich bin da überhaupt nicht festgefahren. Wenn mir ein Sound gefällt, dann arbeite ich ihn auch aus und lasse zu, was daraus entsteht. Für mich ist Musik grenzenlos. Es gibt keinerlei Barrieren. Alles ist erlaubt. Wichtig ist nur, dass man sich und seinen Gefühlen treu bleibt. Und wenn das alles passt, dann hören einem auch die Leute zu. Und nur darum geht es: um eine musikalische Verbindung zwischen mir und der Welt da draußen.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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