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IAMJJ (Credit Robin Skjoldborg)

IAMJJ – Bloody Future – Aus der Tiefe des Raums

Als Live-Support für Kaelo sorgte IAMJJ im vergangenen Jahr für reichlich Aufsehen innerhalb der Singer/Songwriter-Community. Bereits nach wenigen Minuten lagen dem charismatischen Dänen hunderte Kölner und Hamburger Augen- und Ohrenzeugen zu Füßen.

Als dann auch noch kurz vor dem Jahreswechsel der erste Debütalbum-Video-Appetizer viral ging („Bloody Future“) gab es endgültig kein Halten mehr. Plötzlich funkelte der neue Stern am dänischen Singer/Songwriter-Himmel so hell, dass ihn alle sahen und jeder einen Nachschlag wollte.

Nun sitzen endlich alle am Tisch und hauen sich die Bäuche voll. Die 13 Tracks des Debütalbums „Bloody Future“ haben in puncto Nährwert aber auch viel zu bieten. Der bereits angesprochene Titeltrack treibt jedem Rag’N’Bone-Man-Fan Freudentränen in die Augen. Ähnlich tieftönend wie der bullige Soul-King Soul-meets-Blues-Crooner aus Uckerfield haucht IAMJJ seine zwischen Trauer, Wut, Angst und Verzweiflung pendelnde Poesie ins Mikrofon.

Der Background spielt im IAMJJ-Universum eher eine untergeordnete Rolle. Wahlweise elektronisch oder klassisch instrumentiert, präsentiert sich die Musik im Hintergrund wie eine spalier-stehende Meute von Jüngern, die im Angesicht ihres Helden und Erretters dankend und demütig die Köpfe sinken.

Das kehlige Organ steht jeder Zeit im Fokus. Mal erinnert IAMJJ an den jungen Tom Waits („Bomay Roof“), mal an einen Everlast im poppigeren Gewand („You In My Arms“, „Homer“). Spätestens in den Refrains zieht der Däne dann all seine Trümpfe aus den Ärmeln. Dann sorgen große Melodien für Licht im Dunkel. Und dann scheinen Zeit und Raum irgendwie still zu stehen.

Große Kunst. Hören und Genießen.

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