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Kreisky – Blitz – Für Die Dritten

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Ösi-Pop steht ganz hoch im Kurs, gerade bei uns Deutschen. Erst war Falco, dann lange nichts. Nach einer für irreparabel erachteten Totenstarre kamen plötzlich Bilderbuch und Wanda, und mit ihnen eine Schwemme von Künstlern, die geradezu in unsere Charts und Indie-Diskos schwappte.

Dass dabei nicht alles Gold ist, was glänzt, versteht sich von allein. Kreisky zählen zu den streitbareren Geschöpfen der neueren Erfolgsgeschichte, aber wohl auch zu denen, um die man nicht herum kommen wird. Voodoo Jürgens hat schließlich auch seine Fans.

Nach „Blick Auf Die Alpen“ veröffentlicht das Quartett aus Wien jetzt eine Platte, die mit angerocktem Indie-Schlager vor allem auf „Bauch Peine Po“ abzielt, wie es im Opener heißt, und dabei auch gerne den leicht schwankenden, angetrunkenen Gesang von Franz Adrian Wenzl vorschickt.

Und weil Titel wie „Ein braves Pferd“, „Autokauf ist Männersache“ oder „Ein Depp des 20. Jahrhunderts“ auch nur auf den ersten Blick total albern sind, reicht das ganz sicher für die Talkshows der dritten Programme. Etwas Popkultur hat den Öffentlich-rechtlichen, sowohl den deutschen als auch den sich gegen ihre Abschaffung erwehrenden österreichischen noch nie geschadet.

Dafür muss Sänger und Texter Wenzl in „Veteranen der vertanen Chance“ nur die Lottoziehung hervorquacksalbern oder in „Mon General“ mit Literatur punkten: „So ein richtiger Roman, ein richtiger Thomas Mann fängt nicht unter 600 Seiten an“. Wer würde dieser Dichtkunst widersprechen.

Schunkelballaden wie „Ich löse mich auf“, betreuter Dance-Pop wie in „Saalbach-Hinterglemm“ oder synthetisches Kiffen mit „Soduko“ sind Stücke, die die Platte dann sogar in der Bandbreite recht gut aufstellen.

Am Ende bleibt nur die Frage, ob von der Popkultur, gerade von der deutschsprachigen, bei so viel Nonsens ein besserer Eindruck entsteht als beim Assl-Rap aus deutschen Vorstädten? Oder ist das einfach Humor, den man nicht immer haben kann?

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