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Ciaran Lavery – Sweet Decay

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Nach Chicago würde er sich mittlerweile schon auf den Weg machen. Jedenfalls dieser einen Romanze zuliebe, deren Augen Zauber verheißen. Davon singt Ciaran Lavery auf seinem neuen Album „Sweet Decay“. Das will was heißen. Der irische Singer/Songwriter hat nämlich schon einmal bekanntgegeben, dass die großen Städte nicht so sein Ding sind.

Schon Belfast hat ihm Angst gemacht – er ist groß geworden in einem Kaff, das man innerhalb weniger Zeit komplett durchfahren kann. Ein Ort, an dem man sich kennt und das trotzdem nicht intim ist.

Vielleicht wirkt seine Musik deshalb so narrativ, ehrlich, verletzlich und vor allem ungekünstelt. Sein Debütalbum war nahezu spartanisch, der Nachfolger wirkte schon einen Griff wagemutiger.

So oder so: Mittlerweile muss Lavery wohl oder übel eine Großstadt konsultieren. Kompositorisch ist „Sweet Decay“ zumindest längst kein Dorf mehr, wobei urbaner Pop natürlich weitaus übertrieben wäre.

„Wicked Teeth“ ist zwar noch so ein Paradebeispiel für einen genuinen Lavery-Song. Aber Ciaran motzt sein ja doch eher karges, akustisches Folk-Instrumentarium hin und wieder etwas auf.

Im „Wells Tower Song“ zum Beispiel mit Lange-Atem-Bläsern, im Opener „Everything Is Made To Last“ mit sattem Folkpop-Anschlag und leicht verstecktem Synthesizer.

„Beast At My Door“ „13“ fährt die Streicher auf, wagt einen pompösen Herzweh-Refrain und erinnert beinahe an The War On Drugs. Auch stimmlich findet man im Detail durchaus Variation, unterschiedlichste Akzentuierungen.

Überhaupt durchweht diese melancholische Ansammlung von Songs mehr amerikanischer als britischer Wind. Vielleicht ist Ciaran Lavery ja tatsächlich schon auf dem Weg in die Staaten und trifft auf dem Trip ja die Menschen, die er im Plattenregal stehen haben dürfte. Conor Oberst, Adam Granduciel oder sogar Bob Dylan.

Vielleicht könnten die ihm noch ein paar Ratschläge geben. Ein paar mehr Griffe zeigen, Tipps für den neuen Verstärker, die Einbettung von Streichern. Aber erst einmal würde man natürlich eingestehen: Dieser Typ hier hat eine unfassbar weiche, schöne Stimme, viel Gespür für Poesie und Melodie.

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