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Josh T. Pearson – The Straight Hits!

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Josh T. Pearson, aus Texas, im weißen Cowboy-Look mit Sonnenbrille. Er verkörpert auf seinem aktuellen Plattencover äußerlich das provinzialische Establishment der USA, das gerne als Prellbock für die reaktionären Entwicklungen des Landes taugt.

Die, die Trump ins Präsidentenamt wählten und mitfinanzierten, die, die den Klimawandelt leugnen,  die, die nicht nur gegen schärfere Waffengesetzte und für eine starke Lobby der NRA sind, sondern direkt Teil von ihr.

Es ist letztlich nicht nur der pinke Hintergrund des Covers, vor dem Pearson vorbeischreitet, der diesen Eindruck als Klischee entlarvt und ironisch bricht. Es sind vor allem die persiflierenden Songs.

Auch wenn Pearsons politischen Einstellung verborgen bleibt, ist „The Straight Hits“ ein überspitzter Streifzug durch Country-Romantik und Rock’n’Roll, durch Sanftmut und Whisky-Sour, den die eingangs beschriebenen Klientel ablehnen würde, weil sie befürchten müsste, aufs Korn genommen zu werden.

Kein einziger Songtitel verzichtet auf das Attribut des Albumtitels. „Straight To The Top“, „Give It To Me Straight“ oder „Straight At Me“ sind staubige Country-Stücke mit fluffigem Rock-Vibe. Sie stehen im krassen Gegensatz zu Pearsons traurig-schwerem Solodebüt „Last Of The Country Gentlemen“.

An anderer Stelle mimt er den Tresemann mit Witz, der etwa in „The Dire Straights Of Love“ zu sanftem Gitarrenpicking sprechsingend die Welt erklärt.

Diese Songs stehen wiederum im krassen Gegensatz zum seinem hoch geschätzten „The Texas-Jerusalem Crossroads“, dem einzigen Album seiner von Nick Cave verehrten Südstaaten-Post-Rock-Band Lift To Experience.

„The Straight Hits“ ist Josh T. Pearsons bartlose Rückschau ohne Reue, die dadurch mutig, leicht over the top, optimistisch und straight in die Zukunft blickt und wohl deshalb tendenziell überall mehr Leute abholen dürfte als in Texas.

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