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The Sheepdogs – Changing Colours

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Bekanntermaßen sind rein physische Zeitreisen noch immer nur denjenigen vergönnt, die Zugriff auf einen dafür präparierten DeLorean haben. Dennoch gelingt es Menschen immer wieder, Erinnerungen, Kleidung oder Sounds aus längst vergangenen (und selten auch noch kommenden) Zeiten so authentisch darzustellen, dass eine tatsächliche Zeitreise meist gar nicht mehr nötig ist.

Auch The Sheepdogs können so ein Talent vorweisen: die Band aus Saskatoon / Kanada beschreibt ihre Musik selbst als Retro und soll damit auch Recht behalten.

Mit ihren repetitiven Melodien, die den Fokus eher auf die Instrumentführung und die Harmonien legen, reihen sie sich mit einem Sound, der sich zwischen Blues, Südstaaten-Rock und Americana einordnen lässt, direkt bei Legenden wie Crosby, Stills & Nash oder Lynyrd Skynyrd ein.

Das mittlerweile sechste Studioalbum „Changing Colours“ kündigt zwar verheißungsvoll Veränderungen an, im Kern ist der charmante Vibe aus den Sechziger und Siebziger Jahren aber ganz der Alte (pun intended).

Schon im Opener orientiert sich Frontmann Ewan Currie an typischem, den Rhythmus hastig wechselndem Gesang und einem röhrenden Unterton. Begleitet wird er dabei von derb gezupften Saiten von Gitarre und Bass, die sich schnell in einen dramatischen Höhepunkt begeben.

Akkorde und wuchtigere Gitarrentöne stehen auf „Changing Colours“ im Vordergrund und werden bunt durchmischt eingesetzt: ob die Melodie anführend („I’ve Got A Whole Where My Heart Should Be“), eher weich und countryesk („Let It Roll“) oder smoothig und nah an Loungemusik („Cool Down“).

Das Besondere: The Sheepdogs verlieren sich in ihrer Vielseitigkeit nicht, sondern schaffen es auch in 17 Songs, einen roten Faden zu behalten. Das bedeutet aber auch, dass sie trotz Spannung und Intensität keinen Platz für wilde Überraschungen lassen – der authentische Retrosound ist fest in der Musik des Quartetts verankert und wird wohl nicht allzu schnell von zeitgenössischen Einflüssen durchflutet.

Wären sie zum Höhepunkt ihres Sound bereits aktiv gewesen, wäre wahrscheinlich auch The Sheepdogs der Legendenstatus sicher gewesen. Heute müssen bis dahin aber noch ein paar Jahre bis zum nächsten großen Rock-Revival verstreichen.

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