Iceage – Beyondless

Nach zwei schweißtreibenden und wummernden Business-Einstiegen (“New Brigade”, “You’re Nothing”), sowie einem massenkompatibleren Wir-können-auch-harmonisch-Einwurf (“Plowing Into The Field Of Love“) versuchen es die Iceage-Jungs aus Dänemark nun mit einem voluminösen Sauber-meets-dreckig-Brückenschlag.

“Beyondless” braucht sich in puncto Power, Spielfreude und Rotz-Attitüde vor keinem ähnlich produzierten High End-Produkt der Neuzeit zu verstecken.

Bereits mit dem eröffnenden “Hurrah”-Schrei fallen die Dänen mit der Tür ins Haus. Im Stile einer wahnwitzigen Kombination aus Mando Diao und den Sex Pistols schießen Iceage einen Punk-Rock’n’Roller aus den Hüften, der Lust auf mehr macht.

Fünf Minuten später schälen sich wuchtige Bläser aus den Boxen (“Pain Killer”). Und kurz darauf erinnern abgehackte Powerchords an alte L7-Glanzzeiten (“The Day The Music Dies”). Es ist ordentlich was los im Proberaum der Dänen, die sich im Frühsommer 2018 offener und experimentierfreudiger denn je präsentieren.

Schnodderiger Daltons-Rock (“Thieves Like Us”) und disharmonisches Eck-Bar-Gerumpel markieren weitere Sound-Ausrufezeichen eines Albums, das im vermeintlichen Weder-Fisch-noch-Fleisch-Modus rumpelnd, irgendwie doch genau ins Schwarze trifft.

Schlussendlich hievt sich das von der Band und Nis Bysted produzierte und in den schwedischen Kungsten Studios in Form gegossene Viertwerk der Dänen verdientermaßen an die Spitze der bandeigenen Discografie-Charts-Liste. Und das mit ordentlich Rotz und Schweiß im Schlepptau. Schön dranbleiben, die Herren.

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