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TT – LoveLaws

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Theresa Wayman kümmert sich als One-Woman Logistik-Unternehmen um den sportlichen Werdegang ihres kickenden Sohnes. Naheliegend, verfügt sie doch als ehemalige Spielerin über das nötige Insider-Wissen, um das Spiel seiner Elf zu beurteilen.

Es reichen aber bereits vier Personen, um ein homogenes Team zu bilden. Warpaint sind seit 14 Jahren bestes Beispiel, seit Urzeiten ist dort Theresa Wayman an der Gitarre dabei. Den Damen der Formation aus Los Angeles ein solitäres Instrument zuzuordnen, entspricht natürlich nicht den Tatsachen, der Tausch von Handwerkszeug und Mikrofon ist dort üblich.

Mehr als genug Know-how konnte Wayman so sammeln, um ein Soloprojekt auf die Bahn zu bringen und ihre musikalischen Präferenzen als „TT“ ohne ihre Kolleginnen umzusetzen. Ein bisschen haben diese bei den, im Home-Recording Verfahren, im Tourbus und im bandeigenen Proberaum entstandenen, Aufnahmen dann doch geholfen, das Gros entstand aber autark, unterstützt von Bruder Ivan als Co-Produzent.

Weit weg vom Sound der Hausband befindet sich „LoveLaws“ nicht. Die von der Protagonistin mit „down tempo, pretty sexy, and a bit emotional“ beschrieben Songs, teilen den, gern als „Bedroom Folk“ beschriebenen, Warpaint-Sound, wobei „a bit emotional“ deutlich untertrieben scheint.

Folgerichtig versucht hier jemand, das Gefühlsleben einer Vollblutmusikerin in Töne zu fassen, welches im Spannungsfeld zwischen den berufsbedingten Trennungen einer Mutter von ihrem Kind plus der, diesen Lebensumständen geschuldeten, Schwierigkeit, eine solide Beziehung aufzubauen, verortet ist.

Die Seele, die „Mykki“ zu Beginn mit zarten Gesang eingehaucht wird, gießt sich mit ihrer organischen Zerbrechlichkeit in eine Schale aus technischen Klängen. Der Kontrast, den Wayman im Lauf von „LoveLaws“ aus Bass, Gitarre, Synthies und Drumcomputer und ihrer Stimme formt, dominiert das Album.

Doch die tönende Selbstbetrachtung hat Längen. Trotz aller Bemühungen, diese mit facettenreichen Klangkollagen wieder ins Lot zu rücken, wartet man vergeblich auf eine musikalische Eruption, die das geisterhafte „I’ve Been Fine“ oder das mit schleppenden Drums unterlegte „Dram“ aus der schlaflosen Nacht befreien könnte.

So emotional sich die Songs auch präsentieren: etwas präzisere, weniger ausufernde Stücke mit mehr Distanz zur Stammformation ständen dem Album gut. Trotzdem bleibt’s ein solides Debüt und ein tröstendes Ufer, an das partiell Verlorene in einsamen Stunden anlanden können.

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