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Field Division – Dark Matter Dreams – Abgepaust und trotzdem neu

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Bei dem klischeelastigen Artwork von Field Divisions „Dark Matter Dreams“ – zwei Silhouetten von Mann und Frau, beide mit breitkrempigem Hut vor einem Sonnenuntergang am See –  erwartet man aufgrund der Optik zunächst nicht viel mehr als schnörkellosen Indie-Pop, der sich eher Eingängigkeit als Komplexität auf die Fahne schreibt.

Aber der Spruch: „Don’t judge a book by its cover“ bewahrheitet sich beim Debüt von Field Division einmal mehr. Indie-Folk von einem Duo mit Mann und Frau gleichermaßen am Mikrofon. Wer kommt da direkt ins Gedächtnis? Richtig, Angus & Julia Stone.

Von der Referenz kann man einfach nicht absehen. Denn tatsächlich klingen Field Division in einiger Hinsicht wie das Geschwister-Duo aus Australien. Eingängige Melodien, zuckersüßer Gesang und eine Portion Leichtigkeit. Aber da wo Angus & Julia Stone an der Oberfläche bleiben und ihre melancholisch-schönen Songs oft zu sehr Richtung banale Radioproduktion lenken, gehen Field Division tiefer.

Denn „Dark Matter Dreams“ klingt vielmehr so, als hätten Angus & Julia Stone sich zusammen mit Led Zeppelin und den Beatles auf einen Spaziergang im Wald getroffen, Texte von Hermann Hesse gelesen und dabei ein Album geschrieben.

Das instrumentale „Siddhartha“ könnte mit seinen psychedelischen Effekten und mantraartigen Gitarren auch aus der Feder von Jimmy Page oder Robert Plant stammen und ist der perfekte Soundtrack auf dem Weg in eine höhere Bewusstseinsstufe.

„Big Sur, Golden Hour“ weckt mit filigranem Gitarren-Picking und mehrstimmigen Gesang Erinnerungen an Simon & Garfunkel, während das Intro von „Innisfree (Lets Be The Peace Now)“ Neil Youngs 45 Jahre altes „Heart Of Gold“ erwärmt.

Das große Finale gibt es dann zum Abschluss mit dem fast achtminütigen „This Is How Your Love Destroys Me“. Die unscheinbare Akustik-Ballade verwandelt sich in eine Art schaurig-schönes Gute-Nacht-Lied und schwankt mit Zeilen wie „I feel we’re all doomed“ in Kombination mit „Don’t say there’s nothing we can do“ zwischen Hoffnung, Licht und Dunkelheit.

„Dark Matter Dreams“ ist ein bisschen wie ein abgepaustes Bild. Field Division können nicht bestreiten, dass sie das Beste von Größen wie Led Zeppelin oder den Beatles abgepaust haben. Nichtsdestotrotz haben sie es auf ihrem Erstling geschafft, einen ganz eigenen Sound zu entwickeln, der nie langweilt und trotz aller Reminiszenzen nicht aus der Zeit gefallen wirkt.

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