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Me + Marie – Double Purpose

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Maria de Val und Roland Scandella sind echte Sprachtalente. Die Italienerin Maria beherrscht zum Beispiel Ladinisch, der Schweizer Roland spricht fließend Rätoromantisch. Bei ihrem gemeinsamen Projekt Me + Marie haben sie sich auf englischsprachigen, rau gezimmerten Rock geeinigt.

In dieser Sprache verstehen sie sich blendend. Ihr zweites Album macht fast vergessen, dass es um jenes Genre aktuell gar nicht mal so gut bestellt ist.

Vielleicht liegt das daran, dass Bands mit Zweierbesetzung einfach ordentlich draufknoppeln – und gleichzeitig nur die wirklich notwendigen Bestandteile eines Rocksongs berücksichtigen. Am Fundament des Duos hat sich nichts geändert: Beide singen, Marie hinter den Drums und der Gitarre, Roland an Gitarre und Bass. Am Sound aber sehr wohl.

„Double Purpose“ klingt wesentlich rougher und satter als das 2016 erschienene Debüt, das teilweise an die knisternde Lofi-Romantik von Big Deal erinnerte. Jetzt scheppert und brummt es ordentlich. Logo, immer noch handgemacht, aber halt mit mehr Händen.

Das kommt nicht von ungefähr. Live sattelt die Band nämlich ordentlich auf und pimpt ihren Sound mit Keyboarder und Extra-Bass. Das braucht es mittlerweile aber auch. 2018 denkt man bei diesem kraftvollen Sound nämlich indirekt an die Blood Red Shoes oder auch The Kills.

Da wären der zappelnde Opener „Sad Song To Dance“, beinahe breitbeinige Garage-Rock-Anleihen in „Children Of Money“ und pompös-britpoppige Reminiszenzen in „Shine Out Loud“.

Dazwischen wird aber auch mal geflüstert und gecroont. Größtenteils spannend, Gott sei Dank nie überproduziert. Klarer Pluspunkt.

Auf der zweiten Hälfte wird der Sound wieder erdiger, perkussiver. Uptempo weicht am Ende einer balladesken, seichten Indie-Pop-Nummer namens „Forever here“, die das heimliche Highlight dieses mehr als passablen Albums ist.

Hier harmonieren die Stimmen von Maria und Roland besonders schön und verbinden sich zu einem Mini-Chorgesang, der sich Zeit lässt, fast monoton wirkt und kräftig sehnsüchtelt. „Lange Ziit“ sagt man zu sowas übrigens in der Schweiz. Wissen die zwei bestimmt.

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