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Hater – Siesta

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Ein opportunistischer Bandname macht noch keine Rabauken. Neustes Beispiel Hater. Das schwedische Indie-Pop-Quartett könnte sich auch Lover nennen und wäre damit den liebestrunkenen Texten von Frontfrau und Pferdeflüsterin Caroline Landahl um einiges näher.

Auf dem Cover zu „Siesta“ posiert sie als Reiterin und lässt ihre drei Bandkollegen für das übrige Promo-Footage auch direkt in Jockey-Uniform werfen – vielleicht, um das Klischee vom Reiten als Mädchen- und Frauending endlich mal als absurde Halbwahrheit zu enttarnen.

Als musikalische Robert Redfords würde wohl dennoch keiner der vier gerne umschrieben werden. Dafür nehmen sich ihre Songs zu sehr zurück. Neben pointiertem Saxofon, ist der kecke, fast im Galopp springende, Bass aus „I Wish I Gave You More Time Cause I Love You“ noch eines der aufdringlichsten Elemente.

Meistens jedoch gebührt Landahl die volle Aufmerksamkeit, wenn sie mit ihrer hohen Stimme im Vorbeireiten so schmeichelnd erzählt, wie das seit Jahren The Pretenders oder Alvvays können.

Darunter variiert innerhalb abgesteckter Quadranten der Härtegrad ihres Indie-Pop. „Things To Keep Up With“ oder „Your Head Your Mind“ schrammeln am lautesten unter den halb-leisen Stücken.

„I Sure Want To“ begnügt sich nur mit einer Synthiefläche und „Weekend“ ist wunderbarer Twee-Pop für die kleinste Südseeinsel der Welt.

Dass sowas aus Malmö kommt, macht es nicht weniger glaubwürdig und hat bereits ihrem im vergangenen Jahr erschienenen Debüt „You Tried“ zum Achtungserfolg verholfen, der mit Auftritten beim Roskilde-Festival sicher noch lange nicht zu Ende ist.

Für „Siesta“ rollen Hater erneut den gleichen, charmanten LoFi-Teppich aus, der für ihre Songs wie ein Geschmacks- und Sympathieträger fungiert. Wenn sie künftig noch ein klein wenig mehr Wagemut in den Sattel packen, könnte bald der ganz große Wurf bevorstehen.

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