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Honey Hahs – Dear Someone, Happy Something

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Fallen wir mit der Tür ins Haus: Honey Hahs sind im Schnitt dreizehneindrittel Jahre jung. Ja, richtig gelesen: 13 1/3 Jahre.

Das Schwestern-Trio aus Südlondon um Leadsängerin und Gitarristin Rowan (16), Bassistin Robin (13) und Schlagzeugerin Sylvie (11) legt mit „Dear Someone, Happy Something“ ein selbstbewusstes Indie-Pop-Debüt vor, das man besser trotzdem nicht auf das Alter der Protagonistinnen reduziert.

Die Krux an „Dear Someone, Happy Something“ ist, es unvoreingenommen zu hören, die Kinder dahinter erst einmal auszublenden. Das gestaltet sich nicht einfach, ist aber der Mühe wert.

Denn wer nur seinen Ohren traut, den nehmen die ungeschminkten, äußerst melodie-versierten Songs in ihren simplen und doch charakterstarken Akkord- und Rhythmusstrukturen hinaus in die alternativen Winkelzüge poppiger Gitarrenmusik .

‚Eine weitere nette Indie-Band‘ wäre das abfälligste Urteil, das einem in den Sinn käme, aber sicher nicht drei Kids, mit dem Potential, die Aaron Carters für Hipster zu werden. Wirklich entwaffnend ist höchstens Sylvies Stimme in Songs wie „OK“ oder „Beer Fear“.

Bei einer Band wie Goat Girl, die neben Fat White Family zu Honey Hahs‘ Förderern zählen und bereits einige Male gemeinsam mit dem Trio auf der Bühne standen, würde man die jüngste allerdings auch als abwechslungsreichen Gastauftritt der kleinen Schwerster begrüßen.

Der dreistimmige Gesang in Songs wie dem folkigen Opener „Forever“ oder dem schleppenden Slacker-Stück „Away“ sind harmonisch gerade so weit austariert, dass noch genug Reibung bleibt.

Wo es der sparsamen Besetzung an Volumen fehlt, addiert Pulp-Bassist Steve Mackey einfach ein paar Bläser zu seiner Produktion.

Bei den Texten hat er sich vermutlich nicht eingemischt. Sie sind so aufrichtig und schnörkelos, wie es nur Kinder hinbekommen. Das ist letztlich ein weiterer Pluspunkt und das Gegenteil von infantil.

„We don’t have no time to talk/ We don’t have no time to chat/ We’re not interested in you/ We have better things to do“ heißt es in „Stop Him“, dem perkussivsten Song der Platte, an dem sich Haim ihres Ursprungs vergewissern könnten.

Adressiert sind diese Zeilen an den Narzisten im Oval Office. Das politische Bewusstsein ist folglich auch schon angelegt. Honey Hahs veröffentlichten das Stück als Single an dem Tag, an dem Donald Trump auf Staatsbesuch in England landete und nehmen auch diese Sympathiepunkte noch mit.

Natürlich darf darüber spekuliert werden, wieviel Einfluss von außen auf die unbestrittenen Talente einwirkt. Doch das hier ist nicht nur gut, weil Honey Hayes so jung sind, sondern „Dear Someone, Happy Something“ Schneid und Charakter hat. Alles andere ist nur ungläubiges Staunen.

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