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Pale Waves – My Mind Makes Noises

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„Don’t Believe The Hype“ ist eine Aufforderung, die sich allzu leicht aussprechen lässt. Nicht immer sollte sie auch beachtet werden. Denn wenn eine Band bereits vor der Veröffentlichung eines Debütalbums von einem Medienrausch begleitet wird, gibt es nur zwei mögliche Ausgänge: entweder war die wilde Promo berechtigt oder die Musik stellt sich auf Albumlänge dann doch als absolute Enttäuschung heraus.

Auch Pale Waves waren im vergangenen Jahr von so einer medialen Präsenz betroffen. Ihre schillernde EP „All The Things I Never Said“, welche im Februar erschienen ist, ist sowohl umstritten, als auch umjubelt und musikalisch noch nicht vollends eingestuft.

Verwirrung stiftete das vermeintlich angestrebte Image der Band aus Manchester, irgendwo zwischen Goth-Madonna und Robert Smith. Aber ist es schon Goth-Pop, nur weil die Beteiligten offensichtlich schwarze Kleidung bevorzugen?

Sängerin Heather Baron-Gracie sieht zumindest aus, wie die Antiheldin eines 90er-Jahre Teenage-Dreams und besingt auch ihr Leben als solche. Herzschmerz, unerfüllte Schwärmereien und einseitige Liebe sind die zentralen Themen auf „My Mind Makes Noises“.

Erzählt werden sie von aalglattem Popgesang, klaren Synths und einem absoluten Hit-Geist. Zwar bedienen sich die Songs alle am gleichen Rhythmus, spielen aber gleichzeitig mit hektischen, wechselhaften Melodien und schaffen so echte und vor allem nachhaltige Ohrwürmer.

Ein bisschen Teenage-Pop-Kitsch muss man dabei in Kauf nehmen, der schadet bei den virtuosen und streng artverwandten The 1975 aber auch nicht. Ein Zufall? Jedenfalls ist deren Frontmann Matty Healy ein Fan, führte Regie beim Video zu „Television Romance“ und nahm Pale Waves mit als Support für eine Nordamerika-Tour.

Eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Bands ist die Single-Tauglichkeit von beinahe jedem Song – vorab veröffentlichten Pale Waves auch schon einige. Das mitreißende „There’s A Honey“ könnte dabei genau so ein beliebter Tanzflächenfüller werden wie das dramatisch zwischen Gitarren- und Synthie-Parts wechselnde „Black“.

Ein Hype, dem endlich auch mal geglaubt werden kann, zumindest wenn man noch ein Herz für poppige Teenager-Melancholien hat.

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