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The Goon Sax – We’re Not Talking

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Als The Goon Sax aus Brisbane 2016 ihr Debüt rausgebracht haben, ging das Trio noch zur High School und befand sich somit in jener Lebensphase, in der alles noch durch und durch unmittelbar erlebt wird. Die Liebe, die Angst, der Zweifel, die Verzweiflung.

The Goon Sax verblüfften mit Popsongs voller Ehrlich- und Aufrichtigkeit. Da war keine Distanz zum Geschehen, zu nah war dieses, mal stinklangweilige, mal total spannende, Leben aus Stundenplänen und Verliebtsein.

Das ist auch auf dem Nachfolger nicht wirklich anders. Zum Glück. Auf „We´re Not Talking“ geht es um die Zeit, in der man zwischen 17 und 19 Jahre ist.

The Goon Sax kaschieren ihre Unsicherheit nicht mit geheuchelter Coolness, schon „Love Lost“ macht unmissverständlich klar, dass man sich noch im Modus des Sich-selbst-findens befindet: „I´ve got problems, that I don´t know how to deal with. And I´ve got issues, that I don´t want so be seen with“, lautet hier etwa das Geständnis.

„Losing Myself“ macht genau da weiter und erzählt mit schönem Girl-meets-Boy-Gesang von dem Gefühl, den lieben langen Tag nur mit Sachen vollgequatscht zu werden, die einen absolut nicht tangieren.

Wie geht’s weiter? Zuhause ruft keiner an, der Fernseher ist kaputt und das Taschengeld schon wieder weg. Teenage Angst geht anders, melodramatisch werden The Goon Sax auch nicht wirklich. Selbst nicht in dem rührenden Akustik-Song „Strange Light“ von Sängerin Riley Jones. Die teilt sich das Mikro wieder mit ihren Jugendfreunden Louis Forster und James Harrison.

Insgesamt sorgt das Trio aber dieses Mal für mehr stilistische Überraschungen. Home-Recordings, die in ihrer intimen Lo-fi-Quali an den wahrhaftigen Antifolk der Moldy Peaches erinnern, dann wiederum äußerst melodische, mit Streichern versehene Indie-Pop-Perlen wie etwa den Opener „Make Time 4 Love“, hinter dessen Instrumental genauso Belle And Sebastian hätte stecken können.

Dann deuten sich aber auch mal Anflüge von Punk mit Vertrauenslehrer an und ein überraschend croonendes Stück namens „Now You Pretend“. Alles in allem ist der Sound deutlich ausstaffierter: Neben Violinen hört man nämlich auch Bläser und auch der Bass passt hier ausgesprochen gut zu den kindlichen, aber keineswegs naiven Stimmen. Mit ein bisschen Glück könnten diese schon bald Soundtrack in einem Teenage-Film mit Niveau werden.

Wobei, eigentlich sind The Goon Sax ja längst weiter: Mit ihrem Debüt tourten sie schließlich gleich zweimal durch Europa und die UK. Und Louis hat mit Robert Forster, der Sänger bei den The Go-Betweens war,  einen ziemlich bekannten Dad.

Wenn man sowas zu erzählen hat, gilt man doch eigentlich als megacool. Und das ja wohl nicht nur in der High School, oder?

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