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Klaus Johann Grobe – Du bist so symmetrisch

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Zum Start von „Du Bist So Symmetrisch“ könnte man auf die Idee kommen, Jean-Michel Jarre und Vangelis träumen einen gemeinsamen „Discotraum“. Spätestens mit dem einsetzenden Daft Punk-igen Bass ist dieser Gedanke zu verwerfen, am Werk ist hier das Schweizer Duo Klaus Johann Grobe.

Die sind alles andere als unbeschriebene Blätter im Lexikon der Musik. Seit 2011 beackern sie bereits die Disco-Furche, haben mit den Longplayern „Im Sinne Der Zeit“ und „Spagat Der Liebe“ sowie mit Gigs auf renommierten Festivals, u.a. beim Maifeld Derby, bereits einiges an Referenzen vorzuweisen.

Sevi Landolt und Daniel Bachmann folgen dem launigen Glitzer der Tanztempel auch auf ihrem Drittwerk. Ein Klanggebilde, basierend auf den Komponenten Bass, Drum und Orgel, ergänzt durch eine – den Arrangements gut stehende – Stromgitarre, animiert zum Bewegen unter der Spiegelkugel.

Merkwürdige Texte, die wirken, als würden ihre Bausteine als auf Watte geschriebene Sprechblasen mit Anschlag der Keyboardtasten – Flipper-Kugeln gleich – durch die Luft sausen und in der willkürlichen Reihenfolge ihres Vorbeiflugs aneinandergereiht, begleiten den Elektro-Krautpop.

Mit anderen Worten: Die Texte des Duos scheinen mitweilen dem Surrealen nahestehend, wehen mit melancholischen Gedankenspielen zur blauen Stunde und ein bisschen Zeitgeistkritik über psychedelischen Keyboardnebel.

Die Fußspitzen wippen, sanft gleitet man auf funkigen Beats durch die Zeit. Zwischen den groovenden Fundamenten der Songs immer wieder schillernde Effekte. Es zischt und faucht aus der Spielzeuglaserpistole, gebrochene Akkorde, Hall, über die der unnahbare Gesang der beiden Musiker aus dem Blickwinkel des Außenstehenden ein Spektrum von nachdenklich bis kühl abbildet.

Regiert auf dem Dancefloor in der Regel smoother Slowfox gibt’s mit „Der König“ den Quickstepp. Mit pumpenden Rhythmus erinnert’s hier an „Oh!“ von We Have Band, eine Marschrichtung, dem auch das mit Präzision eines Schweizer Uhrwerks tickende „Out Of Reach“ folgt.

Klaus Johann Grobe gelingt auf „Du Bist So Symmetrisch“ eine 12-fache Synthese der Tanzbarkeit von gestern, heute und morgen.

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