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LP (Credit BMG)

LP – Heart To Mouth

Mit ihrem Hit „Lost On You“ katapultierte sich Laura Pergolizzi alias LP im vergangenen Jahr quasi über Nacht ins Pop-Rampenlicht. Ein gutes Jahr später legt die Amerikanerin mit italienischen Wurzeln endlich nach und präsentiert der aufgeregt auf und ab hüpfenden Popwelt ihr bereits fünftes Studioalbum „Heart To Mouth“.

Sichtlich „entspannt“ und umgeben von Arjen Robbens Lieblingsfarbe posiert die Protagonistin auf dem Albumcover. Ähnlich relaxt präsentiert sich auch das musikalische Innenleben von „Heart To Mouth“.

Nur selten drängen sich musikalische Ausbrüche in den Vordergrund. Am ehesten noch, wenn LP vor den Toren von L.A. kniet („Girls Go Wild“), sich laute „Ohohohos“ durch die Boxen schälen („The Power“) oder mediterrane Grooves das Kommando übernehmen („House On Fire“).

Der Großteil des Albums wird auf Samt gebettet. Ganz oben auf der Liste stehen Leidenschaft, Tiefgang und Atmosphäre. Und diesbezüglich macht LP im Winter 2018 keiner was vor.

Mit eindringlichen Sounds, die einst Bands wie Fleetwood Mac, Portishead und Florence + The Machine groß werden ließen, schafft LP jede Menge Platz für das Hauptinstrument des Albums: ihre Stimme.

Das Organ, das LP ihr Eigen nennt, ist einzigartig. Ihre Stimme vereint so ziemlich alles, was in den letzten zwanzig Jahren im weiblichen Pop-Zirkus für Furore sorgte. Wahlweise zart oder hart schmirgelt und schluchzt sich die Sängerin die Seele aus dem Leib.

Ein wahres Fest für Freunde eindringlicher Stimmfarben. Spätestens nach den beiden melodiösen Album-Speerspitzen „Dreamcatcher“ und „Recovery“ lässt man alles stehen und liegen und lauscht nur noch mit geschlossenen Augen und einem breiten Grinsen im Gesicht.

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