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Alice Merton – MINT

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Plötzlich war sie überall: Alice Merton. Im Radio gab es kein Entkommen mehr vor der charakteristischen Bassline von „No Roots“. Auch der ein oder andere hartgesottene Mainstream-Gegner erwischte sich dabei, wie ihm heimlich ein kleines „Ro-ho-ho-ho-ho-hots“ entwischte und der Fuß dazu im Takt wippte.

Mit dem Gefühl, kein richtiges Zuhause zu haben, steht Merton offensichtlich nicht alleine da. In Deutschland erreichte die funkige Indie-Pop-Hymne mit über 400.000 verkauften Exemplaren bereits Platin-Status.

Wenn man sich den Lebenslauf der 26-Jährigen anschaut, überrascht es nicht, dass ein Song wie „No Roots“ aus ihrer Feder stammt. Obwohl Merton in Deutschland geboren ist, verbrachte sie ihre Kindheit in Kanada, wo sie mit ihrer Familie mehrfach den Wohnort wechselte.

Nach einem Zwischenstopp in England lebt Merton mittlerweile wieder in Berlin. Dort gründete sie ihr eigenes Label, über das auch die Erfolgssingle „No Roots“ erschien.

Dass es nach so einem Karrierstart keine einfache Aufgabe ist, ein Debütalbum nachzuliefern, steht außer Frage. Aber „MINT“ klingt so, als habe Merton sich darüber keine großen Gedanken gemacht, denn die Platte ohrwurmt sich leichtfüßig in den Gehörgang.

Klar ist „No Roots“ ein – wenn auch nicht der stärkste – Song auf „MINT“. Aber Merton war weise genug, nicht 10 Neuversionen ihres Klassikers schreiben zu wollen, sondern experimentiert in verschiedene Richtungen.

„Learn To Live“ eröffnet die Platte mit einem rockigen Gitarren-Riff und erinnert mit hochgepitchtem Refrain an Florence + The Machine.

„Funny Business“ bezirzt wieder mit funkigem Bass, lässt in Sachen Lyrik aber noch Luft nach oben. „Honeymoon Heartbreak“ liefert die stereotypische Ballade, die ihren Platz irgendwo zwischen Lana Del Rey und Adele sucht und ein bisschen zu dick aufträgt.

„Why So Serious“ ist in mehrerer Hinsicht der perfekte Abschluss. Einerseits als Botschaft, dass Merton sich und ihren Erfolg nicht zu Ernst nimmt, andererseits als gelungene Mischung aus Pop, Indie-Rock, blubbernden Synthies und catchy Hooklines.

Auch als Hörer kann man Mertons Aufruf Folge leisten. „MINT“ ist kein hoch kompliziertes, bahnbrechendes oder experimentierfreudiges Album, aber Tanzen oder in den Sonnenuntergang fahren lässt sich dazu ganz vorzüglich.

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