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PICTURES – Hysteria

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Richard Ashcroft ist solo nicht halb so gut wie Pictures, die dafür nie mehr so relevant werden wie The Verve. Und schon liegt die Wahrheit wieder irgendwo in der Mitte, wo die meisten beleidigt sind und Unentschieden nicht gelten lassen.

Dafür gibt es allerdings keinen Grund: Pictures sind mit ihrem zweiten Album auf der guten Seite, die Sportfreunde Stiller einst so studentisch, deutsch und politisch korrekt besungen haben, um sie danach für immer aus ihren Augen zu verlieren.

Doch das war München, hier geht’s um die Hauptstadt, das Internationale, die Songs auf Englisch, der Bezugspunkt das von der Downingstreet gegeißelte Brexit-Kingdom. Auf die Hysterie im Unterhaus passt der Titel der Berliner dann auch besser als auf ihre eigenen, ausgewogenen Songs.

Ein Schellenkranz zu offenen Akkorden der Rhythmusgitarre, die bei ihren Solos aus vier Tönen noch eine Zerrstufe dazu gibt – das ist, ganz ohne abwertende Intention, der rudimentäre Schöpfungsfundus manch großer Hymne aus UK.

Die Kunst liegt im emotionalen Twist, in dieser entscheidenden Note, die noch keiner gesungen hat, wo ringsum alles so vertraut und naheliegend scheint.

Das lässt sich bei „Because“ noch nicht einmal zwingend feststellen und trotzdem klebt diese Hookline im bierseligen Inneren und freut sich der schönen Dinge, die doch so oft in melancholischer Euphorie definiert liegen.

Und das finale „Don’t Take Your Love Away“ und Oasis‘ „Don’t Go Away“ sind semantisch-phonologische Zwillings-Zwitter. Selbst aus dieser Hälfte von zwei liese sich noch ein dritter Song abmelken.

Schuld sind nicht die Schöpfer, sondern der überforderte Verstand, der nach diesem bittersüßen Liebreiz lechzt, den er zu verstehen glaubt.

„Hysteria“ heißt: Zuträglicher Indie-Pop mit Gitarrenfundament, der die Melodiosität fast so verschwenderisch, aber doch mindestens so großspurig stapelt wie die goldenen Jubeljahre des Britpop.

„Fake a world for me/ I can live here for another year“. Locker. Noch zehn, wenn es sein darf. Und die Streicher kommen mit.

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