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Boy Harsher – Careful

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Zwei Studenten einer Filmschule, die beschließen, gemeinsam eben doch Musik in den Fokus ihrer Muse zu rücken: So lässt sich die Geschichte von Augustus Muller und Jae Matthews von Boy Harsher auf die Quintessenz bringen.

Unter dem Namen Teen Dreamz startete das Duo 2013 zunächst ein Performance-Projekt, bei dem Kurzgeschichten mit Synthie-Sounds unterlegt werden sollten, ihre erste EP nahmen sie in der eigenen Wohnung in Savannah, Georgia auf.

Mittlerweile sind sie als Boy Harsher vor allem in Berlin aber auch über die Metropole hinaus für ihre düstere Nostalgie beliebt – ihre Alben „Lesser Man“ und „Yr Body Is Nothing“ gelten als Darkwave-Kult.

Auch das dritte Album „Careful“ bringt dunkle 80er-Jahre-Vibes mit. Der Opener „Keep Driving“ betört mit wummernden Sounds und verzerrtem Gesang und kann wohl kaum als vollständiger Song und eher als kunstvolle Tonverstrickung verstanden werden.

„Face The Fire“ bringt dann aber direkt straffe Elektro-Drum-Töne und einen tanzbaren Rhythmus mit. Nachhaltiges Hitpotenzial haben hier außerdem Songs wie „Fate“ und die Vorabsingle „Lost“ mit grellen Synthie-Tönen, die stark an New Order und Duran Duran erinnern.

Das Duo versteht etwas davon, seine minimalistische Musik durch klare Töne, strikte Beats und intensiven Stimmungen in Szene zu setzen. Auch für unerfahrene Hörer der elektronischer Musik dürfte schnell klar werden: Hier wird neben Kunst echtes Handwerk betrieben.

Der Titelsong bildet auf „Careful“ gleichzeitig den Abschluss. Hier werden die Motive des Openers noch einmal aufgegriffen: kratzende Töne werden von Mullers flüsternde Stimme begleitet, vor dem Inneren Auge bleibt nur noch ein rauschendes Fernseh-Testbild.

Nur ein einziges Mal greifen Boy Harsher auf die Grundzüge der längst leiernden Stranger-Things-Ästhetik zurück, um nach einem lauten Bruch mit „The Look You Gave (Jerry)“ einen perfekten Pop-Song im 80er-Mantel abzuliefern.

Der Gesang der beiden reicht dabei von leise und monoton bis hin zu rauchig und dominanter. Die Spannweite der 80er-Jahre-Nostalgie ist eben auch hier beinahe unerschöpflich.

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