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Highasakite – Uranium Heart

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Der letzte Song im Club. Man liegt sich verschwitzt in den Armen, liebt gefühlt jeden, der sich noch im Raum befindet und gröhlt dabei meistens so was wie den Oasis-Klassiker „Champagne Supernova“ oder eben irgendeinen anderen Song, mit dem die Nacht gemütlich, aber höchst emotional ausklingen kann.

Jede verlässliche Indie-Rock-Pop-Band hat mindestens einen davon in ihrem Œu­v­re. Außer Highasakite, die haben mit „Uranium Heart“ direkt eine ganze Platte damit voll gemacht – und liefern damit maximal den perfekten Soundtrack zum Einschlafen.

Es ging turbulent zu in der Karriere der Norweger. Vor acht Jahren gründeten Sängerin Ingrid Håvik und Schlagzeuger Trond Bersu die Band als Duo und wuchsen innerhalb kurzer Zeit auf ein Quintett heran. Mittlerweile sind Highasakite wieder zum Duo zusammengeschrumpft.

Die Songs auf „Uranium Heart“ stammen allesamt aus Håviks Feder und wurden von Bersu produziert. Ob mangelnde Einflüsse der Ursprung für die Eintönigkeit der aktuellen Platte sind? Man weiß es nicht.

An Soundschichten mangelt es trotz Kleinbesetzung nicht. Eigentlich besteht „Uranium Heart“ ausschließlich aus Klangflächen.

Jeder Track beginnt mehr oder weniger spärlich, meist mit Stimme und Synthie-Sounds, bauscht sich dann Schicht für Schicht auf und schmückt sich gegen Ende mit Oh-oh-oh-Chören und pathetischen Drums. Ein Beispiel anzuführen ist müßig, denn dieses Baugerüst trifft auf fast jeden Song der Platte zu.

Einzige Ausnahme ist der Titeltrack, der mit Akustik-Gitarre im Country-Gewand zwischen den Synthie-Welten deplatziert wirkt, allerdings endlich mal für ein bisschen Abwechslung sorgt. Aber nach den vier Minuten geht es dann direkt wieder zurück in die wattierte Langeweile.

Was nicht bedeutet, dass es generell nicht möglich ist, eine gute Platte voll mit Rausschmeißer-Songs zu machen. Da braucht man sich als Beispiel nur das Debüt von Cigarettes After Sex anzuhören, währenddessen man wohlig im roten Plüsch-Sessel vor sich hindöst.

Aber bei „Uranium Heart“ springt der Funke einfach nicht richtig über. Man erlahmt im ewig gleichen Tempo und vorhersehbaren Melodien. Mit Zeilen wie  „It’s okay to be alive/ Let’s live like we are out of time/ Who cares if we are wrong or right/ Let’s live like we are out of time“ in „I Call Bullshit“ ist auch in Sachen Lyrics noch Luft nach oben. Da kann auch Håviks makellos schönes Stimmchen nicht drüber hinwegtäuschen.

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