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Panda Bear – Buoys

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Verzerrter Gesang, psychedelische Töne und schillernde Synthie-Sounds: mit seiner Single „Dolphin“ untermalte Noah Benjamin Lennox alias Panda Bear die tiefen des Ozeans atmosphärisch und mit reichlich Fantasie. Der Gründungsmitglied von Animal Collective ist auch auf seinem sechstem Solo-Studioalbum „Buoys“ offen für diverse Sound-, Lyric- und Instrumentierungs-Experimente.

So stolpert besagte Vorabsingle, die hier auch die Position des Openers einnimmt, direkt ins Geschehen: durchgehende Tropfen schlingeln sich um einen monotonen Beat, Lennox‘ Gesang erforscht gleichzeitig mit Autotune alle denkbaren Höhen und Tiefen. Obwohl „Dolphin“ durchgehend unaufgeregt bleibt und sich nicht in Emotionen verliert, passiert in knapp vier Minuten so einiges.

Hier liegt auch die Schönheit von Panda Bears Musik im allgemeinen und von „Buoys“ im einzelnen. Aus einer recht simplen aber deutlich erkennbaren Folk-Basis zaubert der Singer-Songwriter ein elektronisches Potpurri mit unerwarteten Tönen, die sich dennoch die Melodie zu eigenen macht („Cranked“, „Token“).

„Crescendo“ ist mit durchgehender Gitarre einem gleichmäßig verzerrtem Gesang einer der Songs, der seinem Grundgerüst wohl noch am nächsten ist. Gleichzeitig wird hier die ästhetische Problematik von „Buoys“ sehr deutlich: viele Gegensätze die Lennox‘ zu vereinen versucht, passen einfach nicht zusammen.

Auch in „Inner Monologue“ missglücken die Soundexperimente: Lennox‘ Stimme klingt in keiner Sekunde so wie in der davor und wird begleitet von dumpfen Rauschen, düsteren Klängen und hölzernem Trommeln. Bei jedem neuen Gesangseinsatz wird die monotone Geräuschkulisse unterbrochen.

Das in Lissabon produzierte Album liefert eben keine angenehme Hintergrundmusik zur Untermalung, sondern Songs, auf die man sich bewusst einlassen muss. Das bedeutet aber auch, dass „Buoys“ sich eine strenge Unzugänglichkeit bewahrt, die Panda Bear sich in dieser Form selten zu eigen macht.

Die Schönheit des Albums versteckt sich hinter schrillen Sounds und lauten Gegensätzen. Doch einmal gefunden und darauf eingelassen, kann diese umso interessanter und geschätzter sein.

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