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The Paper Kites – Live im Luxor, Köln

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Nicht nur draußen ist es kalt. Auch im Kölner Luxor läuft die Lüftung auf höchster Stufe und so manch einer ist sicher nicht mehr traurig, dass die Garderobe bereits während der Vorband wegen Überfüllung geschlossen wurde.

Aber zum Glück haben sich fast alle jemanden zum Wärmen mitgebracht. Wohin das Auge schweift – Paare. Zugegeben, nicht gerade überraschend, bei dem gefühlsbetonten Indie-Folk von The Paper Kites.

Dessen ist sich auch Sänger Sam Bentley bewusst.: „Ich sehe ganz schön viele Pärchen. Gern geschehen, Männer. Aber wahrscheinlich sind hier auch viele traurige, Single-Menschen. Aber keine Sorge, das Geld war es wert“. Damit sollte Bentley Recht behalten.

Die fünf Australier packen ihre Zuschauer in eine wohlig, warme Decke aus intimen und melancholischen Momenten, entwickeln aber gleichzeitig Songs wie „Woodland“ oder „Electric Indigo“ – im Vergleich zur Album-Version – zu lauten Indie-Pop-Ausschweifungen, dank deren man wachgehalten wird.

Obendrauf gibt es zu einigen Nummern kleine Anekdötchen, die Bentley charmant schüchtern ins Mikrofon haucht: „Ich schicke neue Songs immer meinem Bruder. Er ist nicht musikalisch und spielt auch kein Instrument, aber er hat immer eine Meinung. Den nächsten Song, den wir spielen habe ich ihm geschickt und er mochte ihn sehr gerne.“

Die Rede ist von „Nothing More Than That“, welches Sam Bentley alleine an der Gitarre beginnt. Vorher sagt er noch: “ Ich dachte, ich hätte es geschafft und einen Hit geschrieben. Dann habe ich ihn zu Hause meiner Frau vorgespielt und sie meinte ich könnte das besser. Ich habe ihn ein bisschen gändert und jetzt mag sie ihn sehr. Ich weiß nicht mehr, wie ich zu diesem Song stehe, aber wir spielen ihn jetzt.“.

Plötzlich recken sich Köpfe, denn um das Mikrofon auf der linken Seite der Bühne hat sich still die gesamte Band versammelt und steuert zerbrechliche Background-Harmonien bei.

Darüber, dass diese tonal nicht immer zu 100 Prozent passen, kann man getrost hinwegsehen, denn manchmal zählt die Atmosphäre mehr als die musikalische Perfektion.

Einziger Wermutstropfen ist die kurze Spieldauer. Nach einer guten Stunde verschwinden die Australier bereits von der Bühne, lassen sich aber mit minutenlangem Applaus nochmal zu einer kleinen Zugabe überreden.

Das vom Publikum vielfach geforderte „Featherstone“ – Bentley hatte zu Beginn der Show dazu aufgefordert, Wünsche einfach reinzurufen – blieb leider trotzdem ungehört.

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