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Weezer – Weezer (The Black Album)

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Gestern noch die Band von Stranger-Things-Shootingstar Finn Wolfhard vor die Kamera gezerrt, um eine Nuller-Version von „Take On Me“ zu performen, jetzt schon wieder auf der nächsten Platte zu hören.

Nach dem überraschenden Coveralbum „The Teal Album“ kehrt die Lieblingsband jedes Kindes, das gern ein Skater gewesen wär, es aber höchstens bei Tony Hawk bis zum Ollie geschafft hat, zurück.

Weezer kündigten „The Black Album“ schon ein paar Mal an, verschoben es, um den Ausuferungen rund um das lang ersehnte „Africa“-Cover Platz zu machen. Jetzt ist’s endlich da.

Das sechste Album der Band aus Los Angeles – das fünfte, wenn man „The Teal Album“ mal außen vor lässt – folgt auf ein überraschend sorgloses und leichtfüßiges „Pacific Daydream“ von 2016.

Nachdem die Band damals mit „The White Album“ Fans zurückgewinnen konnte, folgte mit besagtem Album eine gut verpackte Enttäuschung für die meisten. Wie sollte man schließlich merken, dass man die Songs gar nicht so toll fand, wenn man andauernd mitsingen musste, Rivers Cuomos Stimme wie gewohnt Geschichten irgendwo zwischen Beach und OCD trällerte und alles so bestechend jung klang? Gar nicht.

Und wer bis zum heutigen Tag immer noch nicht weiß, was ihm in den letzten Jahren fehlte, der sollte einfach mal in „The Black Album“ reinhören. Denn ohne scheinbare Sorglosigkeit, allzu viel Sand in den strandigen Gitarren oder aufgesetzte Ernsthaftigkeit klingen Weezer hier wieder so neu, weil sie eben nicht schematisch arbeiten.

Klar, „OCD“ („I’m Just Being Honest“) haben wir auch mindestens einmal gehört und Kalifornien ist immer noch Thema („Living In La“, „California Snow“), aber selbst Popkonserven wie „Zombie Bastards“ klingen so, als hätte Cuomo seinen Humor zurück.

Man kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn „Too Many Thoughts In My Head“ wie die Hymne der späten Nuller oder frühen Zehner, die man nie bekam und „Byzantine“ wie Fahrstuhlmusik für Historiker mit Blumen in den Haaren klingen.

„The Black Album“ wirkt wie ein kondensiertes Produkt der letzten drei Weezer-Projekte. Mit der polierten und trotzdem retro-melancholischen Produktion von „Pacific Daydream“, dem Quentchen des awkward rockstars von „The White Album“ und dem Humor und nostalgischen Weitblick von „The Teal Album“ kann man „The Black Album“ eigentlich nur mit offenen Armen empfangen.

Oder eben aus Gewohnheit nicht mögen, wenn man das schon seit über zehn Alben so macht.

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