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Crystal Fighters – Gaia And Friends

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Crystal Fighters sind genau so sehr ein Rätsel wie diese Streifenhörnchen-Creme mit Schoko- und Schoko(?)geschmack. Geben vor, irgendetwas Exotisches zu sein, Dinge zu vereinen, sind ein multinationales Ensemble, das zwischen Pfadfinder- und Clubmusik ein vorübergehendes Zuhause gefunden hat. Nomaden eben.

Auch auf dem Mixtape „Gaia & Friends“, dem neuesten Versuch der Band, ihrem eigenen Anspruch gerecht zu werden, klingt das häufig nach einer relativ unangenehmen Mische belangloser Komponenten.

Allein von „Runnin‘“ zu „Get Down“ durchläuft der Zuhörer eine epische Heldenreise von Reise-Vlog-Hintergrundmusik hin zu Disney-Channel-Intro-Track, von trappigen Rhythmen und Adlibs hin zu toxischer Fröhlichkeit und Geklatsche.

Man wäre wirklich dankbar, wenn irgendjemand einem erklären könnte, was Crystal Fighters eigentlich ausmachen soll, ob hinter dem neuen Album ein Konzept steht.

Irgendwo zwischen Bombay Bicycle Clubs und Modest Mouses genre- und kulturverschmelzenden und zusammenbringenden Sounds und der Yolo-Attitüde mit Rechtfertigung in der Selbstverwirklichung von The Chainsmokers siedelt sich an, was man auf „Gaia & Friends“ hört.

Gaia, die Erde in Person, gerät spätestens bei „All My Love“ aus dem Fokus der musikalischen Ausrichtung. Stattdessen geht es mit Höchstgeschwindigkeit in Richtung künstlicher Bassdrops und gepitchter Voice-Samples.

Prädestiniert für den nächsten Werbespot irgendeiner Mobilfunkmarke, die unbegrenztes Surfen garantiert und am Ende doch wieder Höchstgrenzen installiert. Passt ganz zur Musik.

Man möchte Crystal Fighters ja verstehen, vielleicht sogar mögen, weil sie im Wust moderner Scheinbands wenigstens versuchen, anders zu sein. Das scheitert leider zunehmend und ähnlich wie bei Chvrches an einer zunehmenden Zementierung des Pop beim anhaltenden Drang zu mischen, zu adaptieren und zu fusionieren.

Noch etwas unkontrollierter als die elegant angerichtete Spirale in der Streifenhörnchen-Creme werden auf „Gaia & Friends“ unterschiedliche Einflüsse zu einer abwechslungsreichen Einheitsmasse.

Crystal Fighters behalten das Potenzial, das sie vor einigen Jahren in die oberen Zeilen diverser Festivals katapultierte und gehen nicht sensibel genug damit um, um ihr viertes Album zu einer Kehrtwende werden zu lassen. Am Ende kauft halt doch jeder Nuss-Nougat-Creme.

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