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Hugo Race Fatalists – Taken By The Dream

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Hugo? War das nicht dieser liebenswürdige und leicht psychedelisch abgedrehte Gnom, der noch psychedelisch abgedrehtere, böse Hexen besiegen musste, um am Ende irgendjemanden zu retten? Peach, Zelda? Nee, in diese Riege popkultureller Hochkaräter hat Hugo es nie geschafft. Er war immer eher so das Spielzeug aus der Kellogs-Packung unter den Actionfiguren, das Browser-Game unter den Adventures. Ein Rennspiel bekam er dann trotzdem. „Hugo Troll Race“ erschien 2012 und – was? Um den Hugo geht’s gar nicht? Ups.

Dann noch mal von vorn: Hugo Race ist kein Videospiel, sondern eine Person, eine australische, die unter anderem mit den Bad Seeds und Nick Cave musikalisch unterwegs war. „Taken By The Dream“ ist das  dritte Album der Hugo Race Fatalists, die Race 2010 mit Antonio Gramentieri und Diego Sapignoli gründete.

„Taken By The Dream“ liefert so ziemlich das, was man vom neuen Projekt des Australiers erwarten würde. Das, was mit Folk und Singer-Songwritertum in der Urform passiert, wenn die Sonne untergeht und der Horizont nicht mehr genug Platz bietet für überschwängliche Geschichten über Heroismus und Erfolg.

Stattdessen eröffnet der Drittling der Hugo Race Fatalists den Weg in die andere Richtung, die Introspektive und die Unendlichkeit im eigenen Gemüt. „Heaven & Hell“ und „Bow & Arrow“ positionieren Gegensätze zwischen dem vertrauten Rhythmus und immer wieder in den Vordergrund drängenden, klagenden Gitarren. Die Gegensätze werden zum default-setting einer im Limbo gefangenen Persönlichkeit.

Auch sonst spielt die neue Platte der internationalen Gruppe mit der Grenzenlosigkeit des Bewusstseins, pendelt zwischen Rausch und Meditation als Zuschauer über der Realität.

Hugo Race hebt das explorative Genre des Folk auf eine individuelle Ebene, die selbst in Tracks wie „Gonna Get High“, das klanglich einen deutlichen Ausbruch aus dem Leitmotiv des Traums wagt, immer den Wert des Unbewussten betont.

Was sehr theoretisch und persönlich klingt, fügt sich im Endeffekt zu einem Album zusammen, das einen Routinier bei dem zeigt, was er am besten kann: In naturalistischer Atmosphäre den Kopf aufschneiden und schauen, was darin so vor sich geht.

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