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The Tallest Man On Earth – I Love You. It’s A Fever Dream.

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Es sind unscheinbare Kleinigkeiten, mit denen The Tallest Man On Earth sich im Gehörgang festsetzt und dort hängen bleibt.

Nach vier Jahren Pause liefert der Schwede mit „I Love You. It’s A Fever Dream“ genau das, was man gehofft hatte. Statt auf Veränderung setzt er auf Altbewährtes und kreiert zehn kleine, folkige Kleinode irgendwo zwischen Bob Dylan, Bon Iver und Sufjan Stevens.

Bei „There’s A Girl“ kommt man gar nicht umhin, den Nobelpreisträger als Referenz zu nennen. Die Mundharmonika weckt gleich zu Beginn Erinnerungen an den großen Folk-Meister.

Dazu unscheinbares Fingerpicking und ein paar magische Zeilen über die Straße, ein Mädchen und das Verschwinden. Was braucht man mehr?

Beim Albumtitel ist der Name ohne große Überraschung Programm. Kristian Matsson hat in seinen Songs schon immer am Liebsten über die innere Gefühlswelt sinniert und da bildet auch „I Love you. It’s A Fever Dream“ keine Ausnahme.

Das Schöne ist aber, dass die Lyrics nie zu durchschaubar sind und man erstmal genauer hinhören muss, um zu verstehen, worüber The Tallest Man On Earth da gerade singt.

Die Songs selbst variieren zwischen getragenen Balladen und frühlingshaft nach vorne preschendem Indie-Folk. Manche schaffen sogar beides, wie beispielsweise „I’m A Stranger Now“ – ohne Frage einer der Höhepunkte von „I Love You. It’s A Fever Dream“.

Hintergründiges Klavier trifft auf rhythmisches Gute-Laune-Gitarrenspiel und sorgt für die Dosis Frischluft, die in den Großstädten viel zu oft fehlt. Über all‘ dem schwebt Matissons unvergleichliche Stimme.

Nach drei Minuten gerät sie ins Wanken und liefert so den perfekten Übergang zu dem ruhigen Outro, wo die Gitarre nur noch sachte einzelne Töne von sich gibt und der Gesang kaum mehr als ein Flüstern ist: „Now So Deep Into The Forest / With My Swedish Little Heart“.

Wenn man die Augen schließt und sich anstrengt, kann man sich entführen lassen; das Grün des schwedischen Waldes riechen, die Ruhe spüren, die hier alles umgibt. Man wäre nicht verwundert, wenn von irgendwie noch ein Vogel singen oder ein Ast unter den Füßen knarzen würde.

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