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Rev Magnetic – Versus Universe

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Es knistert und knarzt am Firmament. Luke Sutherland bündelt auf dem Debütalbum seines Projekts Rev Magnetic alles, was am Ende vom Sternenhimmel übrig bleibt.

In einer Gegenwart, die glitchy Sounds zur Norm und orchetsrale Dichte zum Haupterkennungsmerkmal ambitionierter Solo-Projekte hat werden lassen, ist „Versus Universe“ genau das, was wir hören wollen – geil nämlich.

Ganz sanft streichelt „At The Mercy Of Fabulous Thoughts“ das Gemüt mit angespitzten Krallen und ungefeilten Nägeln. Geflüster trifft auf übersteuerte Gitarren wie Regen auf die Kochplatte beim Campingtrip, In-die-Fresse-Drums begleiten die geisterhafte Atmosphäre wie Explosionen im geräuschlosen Universum.

Immer wieder deutet das Album an, es könne auch aus einem anderen Jahrzehnt stammen, beginnt bei „Schoenberg In America“ wie ein aalglatter 80s-Synth-Pop Song – nur eben auf zerkratzter Platte.

Man könnte sagen, „Versus Universe“ würde wie ein Miniversum aus eben diesen Tonträgern samt Nutzungsspuren klingen, wie diese Zimmerdeko, für die bei Art Attack mindestens 3.000 CDs dran glauben mussten.

Das würde dann allerdings keineswegs die Spannweite erfassen, die dieser kontemporäre Eklektizismus in Plattenform eben in voller Breite umfasst. Auto-Tune, garagiges Gejamme, Hip-Hop-Beats und akustische Gitarren teilen sich die Screentime wie die Superhelden im neuen Avengers-Film, mit dem kleinen Unterschied, dass es hier nicht nervt.

Sutherlands Stimme ordnet sich unter und dient als geeignetes Fundament für alles, was drauf und drüber Platz haben soll. Gegen Ende des Albums und des letzten Songs „Palaces“ wird’s sogar fast gospelhaft, ehe ein paradiesisches Utopia das Narrativ beendet, das Sutherland über mehrere Tracks des Albums verstreut hat.

„Versus Universe“ ist so ziemlich das, was der Titel verspricht. Im Kampf zwischen atmosphärischer Geräuschlosigkeit und roher Gewalt baut Rev Magnetic ein Spannungspotenzial auf, das sich in regelmäßigen Abständen in eindrucksvollen Kulissen auflöst.

Wo Bombay Bicycle Club bei all ihrer Experimentierfreudigkeit den Weg in Richtung Noise- und intensivem Shoegaze nur selten einschlagen, geht Rev Magnetic ihn bis zum Schluss. Das Produkt ist eine Platte ohne Kompromisse.

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