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Da prallten schon Welten aufeinander – Black Pumas im Interview

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Austin, Texas im März 2018: Die Soul-Welt steht Kopf. Der Grund: Auf der „South By Southwest“-Bühne bringen der 27-jährige Newcomer Eric Burton und der Grammy-prämierte Gitarrist und Produzent Adrian Quesada (Grupo Fantasma, Brownout, 2018s „Look At My Soul“) ein intensives Soul-meets-Funk-Paket an den Start, das Erinnerungen an Zeiten weckt, in denen man(n) noch mit Schlaghosen und Koteletten unterwegs war.

Ein Jahr später lassen Eric Burton und Adrian Quesada unter dem Black Pumas-Banner nun endlich ihr langersehntes Debütalbum folgen. Im Vorfeld der Album-Veröffentlichung trafen wir uns mit den beiden Projekt-Verantwortlichen zum Interview und plauderten über den perfekten Start, zeitlose Sounds und die Zukunft der Black Pumas.

MusikBlog: Adrian und Eric, spätestens seit eurem Auftritt beim letztjährigen „South By Southwest“-Festival seid ihr in Soul-Kreisen in aller Munde. War das auch für euch beide so eine Art Kickstart-Moment?

Adrian Quesada: Nun, es war schon eine tolle Show, keine Frage. Man hat relativ früh gemerkt, dass die Leute Lust auf unsere Musik hatten und sich das Ganze hochschaukeln könnte.

Eric Burton: Es war wirklich ein toller Gig. Die Band, die Atmosphäre: Es hat irgendwie alles gepasst. Allerdings muss ich sagen, dass ich schon vor dieser Show ein richtig gutes Gefühl hatte.

MusikBlog: Warum?

Eric Burton: Zunächst einmal ist für einen Newcomer für mich nicht selbstverständlich, dass man mit jemandem wie Adrian zusammen arbeiten darf. Da prallen in puncto Erfahrung und Erfolge schon Welten aufeinander. Umso beeindruckender ist es für mich, dass wir trotz unserer verschiedenen Briefköpfe so schnell und so gut als Team funktioniert haben. Ich weiß gar nicht mehr genau, aber welchen Song haben wir zuerst aufgenommen?

Adrian Quesada: Ich glaube, das war „Fire“.

Eric Burton: Ja, genau. Damals habe ich sofort gemerkt, dass es passt.

MusikBlog: Wie kam es überhaupt zu der Band-Gründung?

Adrian Quesada: Ich hatte seiner Zeit unheimlich viel Material auf dem Tisch. Dabei waren viele Instrumentals, die meiner Meinung nach, nach einer ganz bestimmten Stimme schrien. Da steckte viel Soul, viel Funk und auch Blues mit drin. Das waren irgendwie besondere Songs. Ich machte mich dann einfach auf die Suche. Ich schrieb Freunde auf der ganzen Welt an, und fragte, ob nicht jemand einen kennen würde, der einen kennt…(lacht)

Irgendwann sagte mir ein Kumpel dann am Telefon: „Du Adrian, ich habe genau den richtigen Mann für dich.“ Ein paar Tage später traf ich dann auf Eric. Er hörte sich meine Songs an und fing an zu singen. Da war sofort klar: Dieser Kerl muss es sein. Das muss so Ende 2017 gewesen sein. Danach haben wir dann intensiv gearbeitet, und uns auf die ersten Shows vorbereitet.

MusikBlog: Eric, du hast Adrian auch ein paar Songideen von dir vorgestellt, richtig?

Eric Burton: Ja, das stimmt. Das meiste Material kam schon von Adrian. Aber ich hatte auch einige Songs, die ich zusammen mit Adrian finalisiert habe.

MusikBlog: Das Album klingt ein bisschen wie eine urbane Mixtur aus Al Green, Vintage Trouble und alten Shaft-Soundtrack-Erinnerungen. War die Richtung von Beginn an klar?

Adrian Quesada: Ich wollte einfach zeitlose Musik kreieren. Das war mir am wichtigsten. Ich wollte mich keinem Trend hingeben und nichts einfach nur so nachäffen. Zu der Zeit als die ersten Songideen entstanden, habe ich unheimlich viel altes Zeugs gehört. Da war viel Blues, viel Soul und auch viel Funk mit dabei. Ich habe damals aber auch viel Hip-Hop gehört. Ich wollte dann beides zusammenfließen lassen. Auf der einen Seite die Leidenschaft und die Tiefe des Soul. Und auf der anderen Seite die frischen Vibes aus dem Hip-Hop-Bereich.

MusikBlog: Steckt hinter dem Bandnamen eigentlich eine tiefere Geschichte?

Adrian Quesada: Um ehrlich zu sein, nicht wirklich. Black Pumas hört sich einfach cool an. Das Logo auf dem Album sieht auch super aus, wie ich finde.

MusikBlog: Ihr Zwei hockt jetzt seit knapp zwei Jahren nahezu täglich aufeinander. Kommt es da nicht auch mal zu Reibereien?

Adrian Quesada: Natürlich diskutieren wir auch viel. Und man ist auch nicht immer sofort einer Meinung. Aber das muss auch so sein, wenn es um Musik geht. Am Ende des Tages blicken wir uns aber in die Augen und wissen, dass es nicht besser passen könnte. Ich schätze an Eric, dass er im Moment lebt. Er ist nicht der Typ, der ständig alles analysiert. Wenn ihm etwas gefällt, dann ist er durchgehend Feuer und Flamme.

Eric Burton: Ich glaube, dass wir uns sehr gut ergänzen. Während ich den Fokus auf das Hier und Jetzt lege, agiert Adrian weitsichtiger. Mit seiner Erfahrung weiß er genau, wohin er seine Blicke richten muss, damit das große Ganze sich weiter entwickelt.

MusikBlog: Das klingt nach einer fruchtbaren Zukunft. Gibt es schon Pläne für ein weiteres Album?

Adrian Quesada: Wir warten jetzt erstmal ab, wie sich das erste Album macht. Wir werden dann sicherlich viel live spielen. Und irgendwann geht es dann auch wieder zurück ins Studio. Da bin ich mir ziemlich sicher. Wir haben auch schon einige neue Demos aufgenommen, die sehr vielversprechend klingen.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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