Radiohead – Reaktion auf Hackerangriff

„We got hacked last week“ – so äußern sich Radiohead erstmals über die Hackattacke von letzter Woche, bei der dem Frontmann Thom Yorke 18 Stunden von bisher unveröffentlichtem Material aus seinem Archiv entwendet worden sind.

Bei dem Material handelt es sich unter anderem um Demo-Tracks, Jam-Sessions und Studioaufnahmen  aus der Making-Of-Zeit von „OK Computer“ (1997).

Nachdem die britische Elektro-Rock-Band aus Abingdon auch noch vom Hacker erpresst worden ist, handeln die Musiker nun auf ihre ganz eigene Weise: Anstatt es dem unbekannten Dieb zu überlassen, präsentiert die Gruppe das gesamtes Material jetzt selbst auf ihrer Bandcamp-Seite, wie Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood auf Facebook.

Gerüchten zufolge verlangte der Hacker $150,000 für die gesamte Sammlung, $800 pro Studio-Track oder $50 für jeden Live-Song, die alle von Sänger Yorke selbst aufgenommen und eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren.

Das nun alles Fans zugänglich gemachte Material umfasst unter anderem frühere Versionen von Songs wie „Airbag“, „Paranoid Android“, „Let Down“, „Palo Alto“ und „The Tourist“. Außerdem ist Thom Yorke auch beim Beatboxing zu hören.

Auf einer der 18 Discs sind zudem verschiedene Snippets von vergangenen Bond-Soundtracks wiederzufinden, die Radiohead allem Anschein nach zur Inspiration für ihren Titelsong zum James Bond-Film „Spectre“ nutzten, der letzten Endes von der Version des englischen Sängers Sam Smith ersetzt wurde.

Das alles und noch mehr ist nun für die nächsten 18 tage auf Basecamp für £18 (ca. 20€) verfügbar. Statt Lösegeld für den Datendieb gehen nun alle Erlöse aus an die Klimaschutzorganisation Extinction Rebellion.

Radiohead veröffentlichten bereits 2017 zum 20. Jubiläum des dritten Studioalbums Material aus der Pre-„OK Computer“-Zeit als „OKNOTOK“ (2017) mit Tracks wie „Lift“ oder „I Promise“ in voller Länge. Die Platte wurde zu Ehren von Yorker verstorbener Ex-Lebensgefährtin Rachel Owen releast.

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