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Two Door Cinema Club – False Alarm

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Man erahnt schon auf dem Cover, was einem bei „False Alarm“ von Two Door Cinema Club droht. Quietschbunte Farben treffen auf strenge Mienen, Perücken mit zu viel Pomade, Wählscheiben-Telefone und Retro-Wecker.

Schon, bevor der erste Ton erklingt, wird man mit Haut und Haaren eingesogen in den absoluten 80er-Vibe. Stellenweise ist das nett, zu häufig jedoch balanciert „False Alarm“ irgendwo zwischen Belanglosigkeit und Nerverei.

Two Door Cinema Club waren einer der großen Helden der glorreichen Indie-Ära. Hits wie „What You Know“ ließen nicht nur im Kellerclub keine Stirn trocken und keinen Tanzschuh zu Hause, sondern katapultierten die Iren sogar in die US-amerikanischen Billboard-Charts.

Zehn Jahre später sind davon nur noch verwesende Skelette übrig, die auch die Unmengen an Pomade nicht konservieren konnte. Dabei gibt es durchaus interessante Momente auf „False Alarm“.

Da wäre zum Beispiel das zweiminütige „Break“. Mit verzerrten Gitarren, fluffigem Beat, einer gehörigen Portion Zurückgelentheit und dem offensichtlichen Fehlen einer Struktur tröpfelt der Song so vor sich hin und schafft es in seiner Kürze tatsächlich die Mauer einzureißen, die man eigentlich schon zwischen sich und „False Alarm“ aufgebaut hatte.

Hier geht das Konzept auf und statt purer Reproduktion werden die Achtziger hier mit der Moderne gekreuzt. Aber dann kommt schon wieder dieser Disco-Beat auf der Autobahn um die Ecke und rast zu „Dirty Air“ mit unaufhaltbarer Geschwindigkeit Richtung Depeche Mode und verpestet die Luft.

Nach wildem Geschimpfe gibt es noch eine Extrarunde stumpfen Refrain: „Whatever happens, the pleasure is mine“. Oder eben auch nicht.

Obwohl man Two Door Cinema Club zu Gute halten muss, dass sie mit „Dirty Air“ immerhin gesellschaftspolitisch agieren, indem sie ihren eigenen Kommentar zum aktuellen Zeitgeschehen abgeben.

Wenn man sich dann hingegen das Spektakel um die Single „Satellite“ – definitiv einer der Lichtblicke auf „False Alarm –  vor Augen hält, fragt man sich, wie ernst das gemeint ist.

Denn ganz im Sinne des Titels haben die Iren ihr neues Album zur Ankündigung mit Hilfe eines Wetterballons in die Stratosphäre aufsteigen lassen. Bleibt zu hoffen, dass die Aliens vielleicht auch in den Achtzigern hängen geblieben sind.

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