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Bleached – Don’t You Think You’ve Had Enough

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Ein künstlerisches ‚Grundsolide‘ holen sich die Calvin-Schwestern Bleached auf ihrem dritten Album „Don’t You Think You’ve Had Enough“ ab.

Jennifer und Jessica hatten uns ordentlich zugedröhnt mit dem sehr gelungenen „Welcome The Worms“ von 2016, einem Ausflug in harten Garage-Punk, der beinahe, aber auch nur beinahe, den Power-Pop-Appeal der beiden Schwestern erfolgreich verschleiert hätte.

Doch Jennifer und Jessica Calvin sind keine räudigen Punks, vielleicht durchaus ein wenig rebellisch, aber dabei kein ernstzunehmender Alptraum von Schwiegermüttern. So lag nahe, was auf „Don’t You Think You’ve Had Enough“ nun passiert:

Der Wille zum großen, kräftigen Pop-Hit bricht sich Bahn. Gleichwohl immer noch unterlegt in einem zugkräftigen Rockgewand, entwickeln sich die Calvin-Schwestern hier zu Klarheit und Zugänglichkeit.

Das funktioniert gerade am Anfang blendend. Die großen Melodien und Emotionen stecken in „Heartbeat Away“, „Hard To Kill“, „Daydream“ und „Kiss You Goodbye“ – hier treffen sich Punk und Pop in schönster Umarmung.

Man kann diesen leichten, beschwingten und einnehmenden Groovern nichts übelnehmen, auch wenn sich Uhs and Ahs manches Mal nahe am Kitsch bewegen. Unterlegt mit dieser richtigen Dosis Derbheit kommt er an, der Pop-Appeal der mit dem Punk flirtenden Schwestern.

Leider hält sich dieses Level nicht auf „Don’t You Think You’ve Had Enough“, einem Titel der erwachsene Selbstreflexion vorgaukelt. Die Musik offenbart ehrlicher als jedes Bekenntnis:

Den Party-Lifestyle aus ihrer Heimat Los Angeles versuchen sie nur inkonsequent zu entkommen. Die Hälfte der Songs zeugen von Unwägbarkeiten eines Berufsmusikers im Show-Mekka La La Land und berühren nicht und erzählen nichts.

Nicht nur das Leben, wofür sich die Calvin-Schwestern bewusst entschieden haben, bleibt ein Drahtseilakt. L.A., Nachtleben, Stimulanzien und Rock’n’Roll haben schon ganz andere zu Fall gebracht.

Nein, auch die Songs ihres dritten Albums spiegeln diese Vor- und Nachteile-Welt schonungslos wider. Von ganz groß bis ganz überflüssig ist es im Pop nicht weit.

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