Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

19 + 3 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Eels – Live im Haus Auensee, Leipzig

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Der liebevoll-kauzige Mark Oliver Everett hat bekanntlich einen Hang zu Cover-Versionen. Daher wundert es niemanden, dass, nachdem er und seine sonnenbebrillten Kollegen zur „Rocky“-Hymne eingelaufen sind, erst einmal Material von The Who, Bobbie Gentry und Prince bearbeitet werden muss, bevor eigene Songs auf der Karte stehen.

Mit „Bone Dry“, einem Stück vom letztjährigen „The Deconstruction“-Album, mit dem sich „E“ nach mehrjähriger Abstinenz zurückmeldete, laden der Bandleader, Big Al am Bass, The Chet an der Leadgitarre und New-Entry Little Joe an den Drums zu einem Liederabend quer durch den Backkatalog ein, dessen Inhalte Eels-üblich dem Tour-Soundkonzept angepasst werden, dato einem krachigen Blues-Rock Rahmen.

Das Programm kommt an, diejenigen, meist – wie die Band – in den besten Jahren und als langjährige Fans zu identifizieren, die sich am schwülen Sonntagabend in der ordentlich gefüllten Sauna Haus Auensee versammelten und vom „Texas Piano Man“ Robert Ellis auf Kommendes eingestimmt wurden, sind sofort begeistert.

Obwohl nie einen Hit im eigentlichen Sinne gelandet zu haben, platzieren die Eels seit den Neunzigern reichlich ohrwurmtaugliche Klassiker, die – wenn nicht gegenwärtig – spätestens bei deren ersten Tönen wieder im Besucherohr präsent sind.

Das fällt bei „Souljacker, Part 1“ relativ leicht, während „Prizefighter“ eine leichte Status-Quo-Aura transportiert, „Novocaine For The Soul“ gefährlich düsterrockend daher kommt und „I Like Birds“ als Punk-Version durchgeprügelt wird.

Ebenfalls bekannt ist, dass der Amerikaner nicht nur sarkastisch-schrullig sein kann, sondern auch beste Entertainer-Qualitäten besitzt. Erstmals unter Beweis gestellt werden diese, als er nach „Dog Faced Boy“ selbst zur Gitarre greift und den „Soft-Rock“-Block einleitet. Später wird er während der Show im Helge-Schneider-Stil tanzen und bei der ausgiebigen Bandpräsentation sich selbst zuerst vorstellen.

Einfach machen die Anwesenden den Eels den Abgang nach knapp 90 Minuten, aus denen „In The Yard, Behind The Church“ ein wenig herausragte, nicht. Zugaben, die u.a. „Fresh Feeling“ und „Mr. E`s Beautiful Blues“ beinhalten, werden eingefordert, „Love And Mercy“ geben Mark E. und Co. zurück.

„I don`t care about the past“ singt Everett in „I Like The Way This Is  Going“. Nach einem Konzert voll mit  Durchgedrehten, Melancholischen und Ausgelassenen verfestigt sich der Eindruck, dass sich der durch alle Talsohlen des Lebens geschrittene Everett augenblicklich in einer helleren Phase zu befinden scheint.

Die Eels spielt ohne ihren Zampano noch eine Beatles-Nummer, während sich das Publikum auf den Heimweg begibt und den Abend unter der Rubrik „Wonderful, Glorious“ in Erinnerung behalten wird.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.