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Eels – The Deconstruction

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„The Deconstruction“ ist ein Spagat. Auf ihrem zwölften Studioalbum wandeln die Eels stetig zwischen desperater Weltuntergangsstimmung und fast ungetrübten Hoffnungsschimmern. Auch wenn das kein leichter Balanceakt ist, schaffen Mastermind Mark Oliver Everett alias „E“ und seine Kollegen das ganz ohne Bänderdehnung.

„I had a premonition/ It’s all gonna be fine/ You can kill or be killed/ But the sun’s gonna shine“, singt E in „Premonition“ zu ruhiger Akustik-Gitarre und lässt die Menschen damit zu einem kleinen Partikel im Universum schrumpfen. Aber gleich in der nächsten Zeile zoomt er näher ran und dreht das Bild schon wieder um. Denn da heißt es „I had a premonition/ That we’re gonna get by/ You and I have a love/ That never can die“ und plötzlich sieht die Welt doch gar nicht mehr so düster aus.

Sowieso hagelt es auf „The Deconstruction“ Liebeslieder. Beispielsweise das so mysteriös beginnende „Sweet Scorched Earth“, das dann ein wunderschönes Streicherriff entfaltet.

Und kitschgetränkte Zeilen wie „I love that you’re my best friend and my wife/ And I love our little family and our life/ It’s you and me forever together, for all that it’s worth“ darf man sich ruhig erlauben, wenn man diese mit schwarz humorigen Bildern („There’s poison in the water and the sky/ We’ll hold on to each other if we fry“) wieder relativiert. Schon wieder den Spagat gemeistert.

Alles in allem ist auf „The Deconstruction“ auch hinsichtlich der Instrumentierung der Name Programm. Das Album geht den Weg in Richtung ruhigere Töne, den die Eels schon vor vier Jahren mit dem Vorgänger „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett“ eingeschlagen hatten, konsequent weiter.

Die meisten Stücke sind reduzierte Singer/Songwriter-Nummern, die sich abwechselnd mit Klavier, Streichern, engelsgleichen Background-Gesängen oder sonstigen kleinen Schönheiten schmücken.

Die einzigen Indierock-Momente sind „Today Is The Day“, in dessen Video E einem gut gelaunten Mike Mitchell den Stinkefinger zeigt und „You Are The Shining Light“, was auch auf einem Tarantino-Soundtrack gut aufgehoben wäre.

„Your spirit’s broken/ But there’s a place where your heart can still be open“ beschreibt Everett seine Kathedrale in dem gleichnamigen Song, der das Album ruhig und doch leicht dissonant ausklingen lässt.

Vielleicht sollten wir alle mal den gleichen Spagat versuchen, wie die Eels auf ihrem aktuellen Album. Ja, die Welt ist gerade sicher nicht die beste, aber zwischen all dem Schlechten versteckt sich so manche Perle. Und eine davon ist „The Deconstruction“.

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