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Eels – Royal Albert Hall

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Diesen Sommer müssen wir wohl oder übel ohne eine Eels Tour auskommen. Bevor sich seine treuen Fans allerdings allzu sehr darüber ärgern oder gar zu Recht die Taschentücher zücken, kann getrost der Gang zum nächsten Plattenladen angetreten werden. Mit „Royal Albert Hall“ veröffentlicht Mark Oliver Everett nämlich nicht nur eine klangliche, sondern ebenso eine visuelle Retrospektive seiner London Show aus dem letzten Sommer in Form eines umfangreichem Live-CD/DVD-Doppelpacks.

Bequem vom Sofa aus kann ab sofort jeder Interessierte den Abend Revue passieren lassen. Dabei funktioniert die Live-CD ebenso gut, wie das auf der DVD enthaltene Bildmaterial, wenn es darum geht sich in die vielen Songs und die Atmosphäre des Abends im legendären Konzertort der britischen Hauptstadt einzufühlen. 12 Kameras halfen dabei das Geschehen bestmöglich einzufangen. Ganze 28 Songs umfasst der Live-Mitschnitt und bietet damit genügend Gelegenheiten das triumphale Set nachzuerleben, dessen Songauswahl sich über die schon zwei Jahrzehnte andauernde Karriere des Eels-Masterminds erstreckt.

Neun Jahre hat es gedauert bis „E“ wieder in die Royal Albert Hall zurückkehrte. Statt orchestraler Begleitung, wie beim letzten Besuch, setzte er dieses Mal auf ein klassischeres Line-Up und wurde nur von vier seiner langjährigen Freude begleitet, die im Kollektiv so eingespielt wirken als hätten sie schon einen Rock-Weltmeistertitel nach dem anderen für sich verbuchen können. Als Teil der 53 Städte umfassenden, internationalen Tour im letzten Jahr hätten sie diese Ehrung allemal verdient. Auf der letzten Tour noch ausgiebig den „Casual Chic“ im Trainingsanzug zelebriert, warf sich die Band dieses Mal in richtige Anzüge mit Krawatten.

Immer den Schalk im Nacken und mit dem für den Eels-Sänger typischen Wortwitz ausgestattet, hatte er leichtes Spiel, das Londoner Publikum um den Finger zu wickeln. Und das, obwohl viele der Songs auf der Setlist dem Inhalt nach eher darauf abzielen, einem ein nicht gerade leichtes emotionales Gewicht aufs Gemüt zu legen. Ernsthaftigkeit und schelmische Situationskomik halten sich die Waage beim Auftritt in der Royal Albert Hall, der seiner Form nach dem herrlichen Abend im Berliner Tempodrom ähnelt.

Inmitten all der Songs tummelten sich neben vielen aktuellen Stücken seines Albums „The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett“ eine ganze Bandbreite an Eels-Klassikern, aber zum Beispiel auch das Elvis-Cover „Can’t Help Falling In Love With You“, dessen schöne Umsetzung gegen Ende der Show nur mit einem Ausrufezeichen versehen werden kann. Vielleicht lag es am „sweet soft bummer rock“, den „E“ laut eigener Aussage über den Abend verteilt zum Besten gab, dass ihm sogar das Spielen der immensen Orgelpfeife vor Ort gewährt wurde. 2005 hatte er von den Zuständigen noch eine Absage erteilt bekommen.

Von der Freude gepackt, ließ es sich Mark Oliver Everett dann auch nicht nehmen, noch die Stelle auf der Bühne zu küssen, auf der John Lennon schon einmal gestanden hat. Gleich im nächsten Moment schallt aber schon wieder Gelächter durch den Saal, denn vom Geschmack meint er sich eher an Keith Richards erinnert zu fühlen. Doch egal, wie viel Bewunderung und Dankbarkeit über das Set verteilt aus den Worten von „E“ spricht, er hat allen Grund dazu, sich am Ende selbst ein wenig auf die Schulter zu klopfen. Oder sich, wie in diesem Fall, eine Reihe von Umarmungen direkt von seinen Fans abzuholen.

„I’ve got a good feeling about where I’m going“ singt er zuversichtlich auf „Where I’m Going“ auf seinem letzten Album. Die Fans in der Royal Albert Hall sahen das genauso und dankten es ihm mit Standing Ovations. Applaudierend darf man sich auch in den heimischen vier Wänden erheben, denn dieser Live-Mitschnitt kommt dem Kern des Eels-Universums samt all seinen Facetten ausgesprochen nahe.

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