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Ezra Furman – Twelve Nudes

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Der Opener von „Twelve Nudes“ trägt den Titel „Calm Down Aka I Should Not Be Alone“. Dabei macht Ezra Furman selbst alles andere, als ruhig zu bleiben, denn er keift sich in weniger als 30 Minuten alles von der Seele, was ihn gerade so beschäftigt.

Schon mit den ersten Basstönen und dem schrammeligen Lo-Fi-Vibe ist klar, was einen hier erwartet. Eigentlich sogar schon vorher, denn wer einmal auf die Tracklist guckt, erkennt schnell die auffällig kurze Dauer der einzelnen Songs. Alles pendelt sich irgendwo bei zweieinhalb Minuten ein. Was könnte das also sein? Richtig! Punk.

Wie sich das für Punk so gehört, verlangt Furman seiner Stimme alles ab. Er kratzt, gröhlt, keift und schmirgelt mit seiner Stimme die Kanten noch eckiger. Das Schöne dabei ist, dass „Twelve Nudes“ trotzdem keinesfalls eingefahren oder – wie Punk so oft nachgesagt wird – einfältig und langweilig ist.

Da wäre beispielsweise „Transition From Nowhere To Nowhere“, das in den ersten beiden Minuten mit Furmans säsuselnder Kopfstimme als unscheinbarer Lagerfeuer-Ballade daherkommt und dann mit einem verzerrten Solo überrascht. Dazu kommen clevere Überlegungen wie „Nobody Cares If You’re Dying Until Your Dead“.

Gleich beim nächsten Track wird man durch den Wolf gedreht und von „Rated R Crusaders“ zurück in die Achtziger zu den Dead Kennedys katapultiert. Man kann eigentlich gar nicht still sitzen, sondern verspürt den sofortigen Drang, eine Bierfontäne auszulösen, während man seinen Körper in den Moshpit wirft.

Für „Thermometer“ hat Furman sich dann gefühlt The Darkness auf die Rückbank eingeladen und schlittert zu wildem Schlagzeug-Getrommel mit jede Menge Glam-Rock dem nächsten Sonnenaufgang entgegen.

Bei „I Wanna Be Your Girlfriend“ schlägt er – wie der Titel schon vermuten – lässt sanftere Töne an. Er lädt seine Auserwählte zur Engtanz-Schukelei ein und schwenkt dabei neckisch den Hut Richtung Americana, ohne dabei den Klischee-Fallen auf den Leim zu gehen.

Titelnamen wie „In America“ oder „Evening Prayer Aka Justice“ sprechen bezüglich der Thematik, über die Furman sich auslässt, eine klare Sprache, weswegen er mit folgender Frage das letzte Wort behalten soll: „What Can You Do But Rock’N’Roll“?

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